Bündnis "Gemeinsam gegen Sexismus"

Die unterzeichnenden Organisationen haben ein gemeinsames Ziel: Eine Gesellschaft ohne Sexismus und sexualisierte Gewalt

Eine Gesellschaft, in der Sexismus und sexualisierte Gewalt keinen Platz habe – das ist das Ziel aller Mitwirkenden im Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“. Knapp 900 Organisationen – unter anderem zahlreiche Unternehmen Kommunen, Verwaltungen, Vereine – haben bereits die „Gemeinsame Erklärung gegen Sexismus und sexuelle Belästigung“ unterzeichnet und bilden das branchenübergreifende Netzwerk. 

Sexismus ist in unserer Gesellschaft tief verankert und hat schwerwiegende Folgen: Neben geschlechtsbezogener Diskriminierung und Chancenungleichheit bietet er den Nährboden für sexualisierte Belästigung und Gewalt. Im Koalitionsvertrag der 24. Bundesregierung erklärten die Koalitionspartner*innen: „Wir wollen ein starkes Bündnis gegen Sexismus“.  Das nun entstandene Bündnis ist das Resultat dieses Vorhabens. Um weitgreifend strukturelle Veränderungen zu bewirken, soll es sich auch weiterhin vergrößern. Die Arbeit des Bündnisses basiert dabei auf der Erkenntnis, dass kultureller Wandel – hin zu Respekt, Fairness und Gleichwertigkeit – nur gelingt, wenn unterschiedliche gesellschaftliche Akteur*innen vernetzt zusammenarbeiten und praxisnahe, anschlussfähige Lösungen erproben. 

Zielgruppe

Verbände, Unternehmen, Kommune und Verwaltung, öffentliche Institutionen und NGOs

Partner*innen

Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Zeitraum

2022 – 2029

Gefördert von

Einblick in unsere Maßnahmen für Respekt und Fairness in Gesellschaft und Arbeitswelt in der aktuellen Förderperiode:  

Fokus auf Sexismus in der Arbeitswelt: 

Ab der neuen Förderperiode ab 2026 setzt das Bündnis einen Schwerpunkt auf Sexismus in der Arbeitswelt. Studien zeigen, dass Sexismus dort besonders häufig auftritt und präventive Maßnahmen zugleich wirksam greifen können. Ein weiterer Fokus liegt auf der gezielten Ansprache bislang weniger erreichter Zielgruppen, insbesondere von Führungskräften sowie kleinen und mittleren Unternehmen. Da dort häufig weder Gleichstellungsbeauftragte noch formalisierte Beschwerdestrukturen bestehen, werden passgenaue, praxisnahe Formate entwickelt, die in Sprache, Rahmung und Umfang gut anschlussfähig sind. 

Männer als Verbündete gewinnen: 

Das Bündnis verstärkt außerdem den Einbezug von Männern als aktive Verbündete. Dazu sollen praxisnahe Werkzeuge – von Reflexionsfragen über Interventionstipps bis hin zu Argumentationshilfen – erarbeitet und bereitgestellt werden, die Männern helfen können, in ihrem beruflichen und privaten Umfeld aktiv gegen Sexismus einzutreten. 

Wissen vermitteln, verbreiten und vernetzen: 

Alle Bündnismitglieder haben regelmäßig die Möglichkeit, sich bei unseren Impuls Labs zu aktuellen Themen auszutauschen. So werden Erfahrungen, konkrete Maßnahmen gegen Sexismus und Wissen aus unterschiedlichen Branchen und Bereichen geteilt und ein tieferes intersektionales Verständnis von Sexismus entwickelt und im Diskurs verankert. Das Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ soll dabei nicht nur als Wissensspeicher, Anlauf- und Vernetzungsstelle, sondern auch als Think Tank fungieren: Durch eigene Studien und Erhebungen schaffen wir neue Wissens- und Datengrundlagen. 

Unsere Broschüren und Leitfäden sollen in Leichter und Einfacher Sprache erweitert werden, um komplexe Inhalte verständlich und anschaulich für verschiedene Zielgruppen aufzubereiten. 

Erweiterung der Print-on-Demand-Ausstellung: Die Ausstellung wird inklusiver gestaltet, speziell für Personen, die Deutsch nicht als Muttersprache sprechen, und so ein niedrigschwelliger Zugang ermöglicht. Begleitende Vortragsformate werden entwickelt, damit Ausstellende abhängig von ihren Ressourcen eigene Veranstaltungen rund um die Ausstellung organisieren können. 

Alle im Rahmen des Bündnisses entstandenen Materialien stehen kostenfrei zur Verfügung, können bestellt werden und sind hier abrufbar. 

In der ersten Förderperiode (2022-2025) fokussierte das Bündnis drei Bereiche:  

  1. Sexismus in der Arbeitswelt

    Sexismus in der Arbeitswelt äußert sich auf vielfältige Weise und schadet Organisationen und Institutionen. Das Bündnis unterstützte sie auf dem Weg zu einer respektvollen Betriebskultur, beispielsweise durch die Bereitstellung von Materialien. Diese werden kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei richtet sich das Angebot insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen sowie Handwerksbetriebe.  
    Siehe hier. 

  2. Sexismus im Öffentlichen Raum

    Der öffentliche Raum und öffentliche Verkehrsmittel sind ein häufiger Ort für Sexismus.  Die Folgen sind ein fehlendes Sicherheitsgefühl und Angst. Durch Angebote wie die kostenlose Print-on-Demand-Ausstellung „Gemeinsam gegen Sexismus“ unterstützte das Bündnis unter anderem Kommunen dabei, im öffentlichen Raum über Sexismus aufzuklären.  
    Zur Ausstellung. 

  3. Sexismus in Kultur und Medien

    Sexismus in Kultur und Medien: Sexualisierte Übergriffe im Kulturbetrieb werden seit 2017 unter dem #metoo weltweit skandalisiert und sind Auslöser einer globalen Bewegung, die das Thema sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch ins Bewusstsein der Menschen rückt. Durch Arbeitshilfen wie etwa „Kompetent über geschlechtsspezifische Gewalt kommunizieren - Ein Praxisleitfaden für Führungskräfte und Mitarbeitende aus der Medien- und Kommunikationsbranche“ unterstützte das Bündnis Medienschaffende aus verschiedenen Branchen und Bereichen mit niedrigschwelligen Tipps und weiterführenden Hinweisen. 

Unterstützen Sie das Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“!

Das Bündnis richtet sich an Organisationen wie etwa Verbände, Unternehmen, Kommunen, Verwaltungen, NGOs und Wissenseinrichtungen. Die Mitgliedschaft im Bündnis sowie dessen Angebote sind kostenfrei.  

 

Um Sexismus strukturell und mit Hilfe der Gesellschaft und ihren Institutionen zu bekämpfen, wurde im Oktober 2021 gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien die Erklärung „Gemeinsam gegen Sexismus und sexuelle Belästigung“ veröffentlicht. In der Erklärung bekennen sie sich dazu, sexualisierte Gewalt und Sexismus zu verhindern und zu beenden. Die Gemeinsame Erklärung kann hier nachgelesen werden. Sie bildet das Fundament des im Februar 2023 gegründeten Bündnisses „Gemeinsam gegen Sexismus“. 

Sie möchten die “Gemeinsame Erklärung gegen Sexismus und sexuelle Belästigung” mit oder für ihre Institution unterzeichnen? Hier finden Sie weitere Informationen. 

Mehr zum Bündnis: https://gemeinsam-gegen-sexismus.de/ 

Link zu den Materialien: https://gemeinsam-gegen-sexismus.de/materialien/ 

Gründerin der EAF Helga Lukoschat und Projektleiterin Stefanie Lohaus stehen auf der Bühne und sprechen zum Publikum.
Konstantin Börner/NORDSONNE IDENTITY
Publikum
Konstantin Börner/NORDSONNE IDENTITY
Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung Ferda Ataman und Co-Projektleitung Rana Göroglu unterhalten sich.
Konstantin Börner/NORDSONNE IDENTITY
" "
Konstantin Börner/NORDSONNE IDENTITY
Team des Bündnisses
Konstantin Börner/NORDSONNE IDENTITY
Foto der Handreichung „Gemeinsam gegen Sexismus. Maßnahmen gegen Sexismus am Arbeitsplatz, in Kultur und Medien und im öffentlichen Raum“
Konstantin Börner/NORDSONNE IDENTITY
Bühne mit Moderatorin Shelly Kupferberg.
Konstantin Börner/NORDSONNE IDENTITY
Podiumsrunde, v.l.n.r.: Moderatorin Shelly Kuferberg, Bundesfrauenministerin Lisa Paus, Geschäftsführerin von DaMigra Dr. Delal Atmaca und Gründerin von Weibernetz e.V. Martina Puschke.
Konstantin Börner/NORDSONNE IDENTITY
" "
Konstantin Börner/NORDSONNE IDENTITY
" "
Sebastian Rau/ photothek
" "
Sebastian Rau/ photothek
" "
Sebastian Rau/ photothek

Mehr über das Projekt

Gemeinsam gegen Sexismus: Maßnahmen gegen Sexismus am Arbeitsplatz, in Kultur und Medien und im öffentlichen Raum.

Mehr zum Bündnis "Gemeinsam gegen Sexismus" finden Sie hier.

Handreichung herunterladen

Info-Poster: Gemeinsam gegen Sexismus

Kontakt

Wenden Sie sich bei Fragen zu dem Projekt gerne an die verantwortliche Ansprechpartnerin:

Stefanie Lohaus
Mitglied der Geschäftsführung

+49 (030) 3087760-42

lohaus@eaf-berlin.de

Weitere Projekte

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie
den Newsletter der EAF Berlin

 

Mit Absenden der Registrierung erklären Sie sich damit einverstanden, dass die von Ihnen angegebenen Daten elektronisch erfasst und gespeichert werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.