Frauen in ukrainischen Kommunen stärken

Der russische Angriffskrieg hat die ukrainische Gesellschaft grundlegend verändert. Frauen sind davon in spezifischer Weise betroffen. Als Kooperationspartnerin arbeitet die EAF Berlin gemeinsam mit Austausch e.V. im Projekt She Can daran, engagierte Frauen in ukrainischen Regionen weiterzubilden und zu vernetzen, ihre Gleichberechtigung in lokaler Partizipation und Politik zu fördern, sowie nachhaltige Kooperationen mit der Zivilgesellschaft zu stärken.

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Foto von mehreren Frauen, die sich unterhalten, mit Ukraine-Flagge in der Hand.

Bei einer Delegationsreise im Herbst 2022 im Rahmen des Projekts Gemeinsam für Demokratie übergibt Lyudmila Prokopechko, Bürgermeisterin der Stadt Dobroslav, in Dresden die ukrainische Flagge (Bild: EAF Berlin).

Frauen sind im russischen Angriffskrieg oftmals auf sich gestellt, etwa bei der Bewältigung von Problemen wie den Versorgungsengpässen, der Sorge für Kinder und/oder ältere Angehörige, der Fluchtorganisation und vielem mehr. Die Kriegslage eine große Welle an zivilgesellschaftlichem Engagement und Selbstorganisation hervorgebracht, getragen vor allem von Frauen. Ihre politische Repräsentation in Ämtern ist hingegen trotz Quote auf Wahllisten und gesellschaftlicher Akzeptanz noch immer gering.

Aufbau eines deutsch-ukrainischen Netzwerks

Bürgermeisterinnen, Lokalpolitikerinnen und politische Entscheidungsträgerinnen: Ziel des Projekts ist es, ein deutsch-ukrainisches Netzwerk aufzubauen. Ebenso werden lokale zivilgesellschaftliche Aktivistinnen in den Bereichen wie Bildung, humanitärer Hilfe, Lokalpolitik und weitere politisch interessierte Frauen aus verschiedenen Regionen der Ukraine gestärkt, weiterqualifiziert und zur Wahrnehmung politischer Ämter ermutigt. Das Netzwerk soll für ein breiteres Publikum geöffnet, Frauen in der Politik sichtbar gemacht und Jugendliche als Zielgruppe miteinbezogen werden.

Kommunale Partnerschaften

Solidarität für die ukrainische Bevölkerung kam verstärkt aus deutschen Kommunen, wo mit Spendenaktionen und Unterstützung von Geflüchteten geholfen wurden. Hier kam Hilfe insbesondere dort an, wo bereits zivilgesellschaftliche bzw. Städtepartnerschaftskontakte bestehen. Daher liegt der besondere Fokus des Projekts darauf, bereits bestehende Partnerschaften zwischen deutschen und ukrainischen Kommunen zu stärken und kommunale Partnerschaften zwischen ukrainischen und deutschen Städten und Gemeinden aufzubauen.

Gemeinsam für Demokratie

Seit mehr als anderthalb Jahren engagiert sich die EAF Berlin in der Unterstützung, Förderung und Vernetzung von kommunalpolitisch aktiven Frauen in der Ukraine, zuletzt im Projekt Gemeinsam für Demokratie. Denn die Kommunen sind die Schaltstellen für die Versorgung im Krieg und den Wiederaufbau des Gemeinwesens. Viele Frauen kämpfen an dieser zivilen Front, eine große Zahl von ihnen in Entscheidungspositionen.

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