Gewalt gegen Frauen in der Politik im europäischen Vergleich
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Der Bericht bündelt Forschungsergebnisse aus den nationalen Parlamenten von fünf EU-Mitgliedstaaten: Deutschland, Irland, Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Im Mittelpunkt steht Gewalt gegen Frauen in der Politik, international als „Violence Against Women in Politics“ (VAWiP) bezeichnet. Dazu zählen nicht nur körperliche Angriffe, sondern auch psychische und sexualisierte Gewalt, Hass und Bedrohungen im digitalen Raum sowie ökonomische Benachteiligung.
Die Publikation untersucht diese Erfahrungen in acht Themenbereichen. Sie fragt unter anderem danach, wie Gewalt die politische Arbeit beeinflusst, ob sie zu Selbstzensur führt, wie Betroffene mit Vorfällen umgehen und wie bestehende Schutzmechanismen bewertet werden. Grundlage sind Interviews und Online-Befragungen mit Politikerinnen aus den fünf Ländern, teilweise ergänzt durch Dokumenten- und Social-Media-Analysen. Die Untersuchungen wurden 2025 und 2026 nach einem gemeinsamen Forschungsrahmen durchgeführt. So macht der Bericht sowohl länderübergreifende Muster als auch Unterschiede zwischen den nationalen Kontexten sichtbar.
Für Deutschland ist dabei eine wichtige Einschränkung zu beachten: Die Umfrage unter weiblichen Bundestagsabgeordneten wurde qualitativ ausgewertet, da die Beteiligung daran niedriger als in den anderen Projektländern ausfiel. Daher sind die Ergebnisse für Deutschland nicht repräsentativ, geben aber qualitative Einblicke in die Erfahrungen der teilnehmenden Politikerinnen. Diese decken sich weitestgehend mit den repräsentativen Ergebnissen der anderen Länder. Mit dem Vergleich schafft die neue Publikation eine Grundlage, um besser zu verstehen, welche Formen Gewalt gegen Politikerinnen annimmt und was politische Institutionen tun können, um die Sicherheit und gleichberechtigte politische Teilhabe von Frauen zu stärken.
Sarah Robinson
Senior Expert
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Cécile Weidhofer
Director
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