Neues Buch: Mentale Gesundheit in der Politik

Wie geht es den Menschen, die täglich für uns alle Entscheidungen treffen? In „Wer macht’s noch? Warum wir über Mental Health in der Politik reden müssen“ sprechen EAF-Director Cécile Weidhofer und EAF-Associated-Expert Tannaz Falaknaz erstmals mit aktiven und ehemaligen Mandatsträger*innen und Expert*innen und zeigen: Die Menschen, die sich für unsere Demokratie einsetzen, stehen oft unter starken Belastungen – mit Folgen für die mentale Gesundheit und unsere Demokratie. Das Buch ist am 20.4.2026 im Herder Verlag erschienen.
Veröffentlicht am:
20.04.2026

Demokratie unter psychischem Druck

Burnout, Stress und Hassnachrichten – die psychischenBelastungen von Politiker*innen sind ein Tabuthema mit ganz konkreten Folgen für unsere Demokratie. Und: Die Bedingungen, unter denen Politik gemacht wird, bleiben häufig unsichtbar. Unter welchen Umständen treffen Menschen Entscheidungen, die uns alle angehen? Die mentale Gesundheit politisch Verantwortlicher ist keine Privatangelegenheit – sie ist eine demokratische Infrastrukturfrage.

Denn Dauerstress, Zeitdruck und permanente Anfeindungen verändern, wie Menschen urteilen, priorisieren und kommunizieren. Wenn politische Arbeit strukturell so organisiert ist, dass sie krank machen kann, bleiben am Ende vor allem diejenigen, die extreme Belastungen aushalten oder die zumindest nicht zeigen, wenn sie diese nicht mehr bewältigen können. Vielfalt und Repräsentation geraten so unter Druck. Auch geht es um die Funktionsfähigkeit demokratischer Institutionen, denn immer weniger Menschen sind überhaupt bereit, sich politisch zu engagieren.

Viele äußern sich erstmals öffentlich

Tannaz Falaknaz und Cécile Weidhofer sprachen unter anderem mit Kevin Hönicke, Marina Weisband, Dr. Peter Tauber, Anna-Lena von Hodenberg, Bruno Hönel, Nico Semsrott, Ana-Maria Trăsnea, Muhanad Al-Halak, Ramona Schumann, Michael Roth, Maral Koohestanian, Ye-One Rhie, Torsten Pötzsch, Lena Christin Schwelling, Josephine Ortleb, Christine Klein, Martin Fuchs, Sabine Maur, Julia Post, Antje Kapek, Martin Gaedt, Ricarda Lang, Maximilian Schirmer, Katharina Simons, Anita Habel , Gerhard Hindricks, Marie-Florence Mahwera, Heidi Reichinnek, Marco Bülow. Viele der Gesprächspartner*innen machen Ihre Erlebnisse und persönlichen Erfahrungen erstmals öffentlich.

Wer macht’s noch?

Die Autorinnen analysieren ein System unter Druck und zeigen, welche Strukturen dazu führen, dass sich immer mehr Politiker*innen ausdem Tagesgeschäft zurückziehen. Nach den Gesprächen mit Mandatsträger*innen aller politischen Ebenen, mit Expert*innen aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaftund Medizin – und mit Menschen, die den Schritt aus der aktiven Politik heraus bereits hinter sich haben und fragen sie sich: Wer macht’s noch?

Dieses Buch ist ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit, Fürsorge sowie nachhaltige Strukturen in der Politik und macht Mut, sich für Veränderungen einzusetzen.

Weitere Informationen

Wer macht’s noch? Warum wir über Mental Health in der Politik reden müssen von Tannaz Falaknaz und Cécile Weidhofer, Verlag Herder, 1. Auflage 2026, 288 Seiten, ISBN:978-3-451-03717-7

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