Demokratische Werte im Arbeitsalltag stärken: EAF Berlin begleitet bundesweit Unternehmen

In Zeiten populistischer Parolen braucht es Menschen, die für demokratische Werte, Respekt und Vielfalt einstehen. Das Projekt „Demokratie und Gleichstellung im Betrieb“ begleitet 13 Unternehmen über drei Jahre dabei, ein starkes und faires Miteinander am Arbeitsplatz zu gestalten.

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Eine orangene und eine pinkfarbene Sprechblase.

Demokratie lebt vom Mitmachen – auch im Unternehmen

Demokratische Prozesse im Arbeitsalltag – etwa transparente Entscheidungswege oder faire Beteiligung – schaffen die Grundlage, dass sich Beschäftigte als gleichberechtigt und respektiert erleben. Wo Mitarbeitende das Gefühl haben, gehört und ernst genommen zu werden, entsteht ein Arbeitsklima, das Teilhabe und Vertrauen ermöglicht. Diese Erfahrungen wirken über den Betrieb hinaus: Wer Demokratie am Arbeitsplatz erlebt, trägt demokratische Haltungen auch in andere Lebensbereiche. Der eigene Betrieb ist also ein wichtiger Ort, um demokratische Werte zu vermitteln, Gleichstellung zu fördern oder Vielfalt anzuerkennen. Dafür wird im Projekt zusammen mit betrieblichen Demokratielots*innen ein starkes und faires Miteinander am jeweiligen Arbeitsplatz gestaltet.

Modellvorhaben, um Demokratiekompetenz zu fördern

Das Projekt „Demokratie und Gleichstellung im Betrieb“ hat die Förderung der Demokratiekompetenz zum Ziel – für und mit Mitarbeitenden vor Ort. Gemeinsam mit 13 Unternehmen aus ganz Deutschland entwickelt das Projektteam Wege, demokratische Werte im Arbeitsalltag zu stärken. Die Demokratielots*innen der Betriebe, die zum einen aus der technisch-industriellen Branche und zum anderen aus der öffentlichen Daseinsversorgung wie zum Beispiel Kliniken oder landeseigene Betriebe kommen, erarbeiten in verschiedenen Modulen Themen wie Haltung, kollegiales Miteinander oder werteorientierte Führung. Die verschiedenen Akteursgruppen in den teilnehmenden Unternehmen bringen sich aktiv ein und profitieren von neuen Impulsen für ihren internen Wirkungskreis. Neben Qualifizierungen und Modellprojekten in den Betrieben wird der Austausch mit weiteren Unternehmen, Branchenvetreter*innen sowie entsprechenden Sozialpartnern befördert.

Gleichstellung und Vielfalt sind Voraussetzung für gelebte Demokratie

Gleichstellung und Vielfalt sind dabei nicht nur Ziele, sondern zugleich Voraussetzungen für gelebte Demokratie im Betrieb. Wenn unterschiedliche Perspektiven vertreten und gleiche Chancen in Entscheidungsprozessen gewährleistet werden, stärkt das die demokratische Kultur und den sozialen Zusammenhalt im Unternehmen. Umgekehrt fördern demokratische Strukturen wiederum Gleichstellung, indem sie Teilhabe ermöglichen und Diskriminierung entgegenwirken.

Förderung

Das Projekt „Demokratie und Gleichstellung im Betrieb“ wird im Rahmen des Programms „Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

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