EAF Berlin beim Cafe Kyiv

Die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltete anlässlich des zweiten Jahrestags des russischen Angriffs auf die Ukraine mit mehr als 100 Partnerorganisationen die zweite Auflage des Cafe Kyiv. Die EAF Berlin war mit einem Panel zum Thema "Auf dem Weg zur Gleichberechtigung – Herausforderungen unter den Bedingungen des Krieges" dabei.
Veröffentlicht am:
26.02.2024
Dr. Helga Lukoschat, Liliya Kislitsina, Natalia Balasynovych und Dr. Yuliia Siedaia auf dem Podium.
Dr. Helga Lukoschat, Liliya Kislitsina, Natalia Balasynovych und Dr. Yuliia Siedaia (Bild: KAS/ Antonia Polukhina)

EAF-Mitgründerin Dr. Helga Lukoschat moderierte das Panel mit der Wissenschaftlerin Dr. Yuliia Siedaia, der Bürgermeisterin Nataliia Balasynovych und Liliya Kislitsyna von der Frauenorganisation Smarta. Fakt ist: Die Frauen in der Ukraine kämpfen an allen Fronten.

Großer Einsatz von Ukrainerinnen

Sie spielen eine entscheidende Rolle: für die Zukunft, Demokratie und Freiheit der Ukraine. Sie setzen sich auf Rechtswegen für die Gleichstellung der Geschlechter ein, sie kämpfen für mehr politische Mitbestimmung und sind da, wo Unterstützung benötigt wird, etwa indem sie für die Notwendigkeit von Frauenhäusern werben oder psychologische Unterstützung für Familien organisieren. „Die Rolle der Frauen ist wichtiger geworden, die Nachfrage nach weiblichen Führungskräften hat sich erhöht und die Frauen tragen insgesamt mehr und mehr Verantwortung“, wie Yuliia Siedaia betont. Frauenorganisationen wie Smarta von Liliya Kislitsyna spielen eine wichtige Rolle.

Ein weiter Weg zur Geschlechtergerechtigkeit in der Ukraine

Die Zivilgesellschaft steht zusammen. Und ist dennoch ziemlich müde. Und zur Wahrheit gehört auch: Es gibt noch viele Missstände, die die Ukrainerinnen anprangern. Liliya Kislitsyna betont etwa, dass die militärische Verwaltung stark männlich geprägt sei und so den Frauen die Arbeit erschwert würde. Weitere Herausforderungen seien der geringe Frauenanteil im Parlament. Familien haben hohe Verluste zu beklagen und brauchen psychologische Unterstützung, insbesondere auch für zurückgekehrte Familienmitglieder.

Ein großes Problem sei auch, dass häusliche Gewalt angestiegen sei und Frauenhäuser dringend benötigt werden. Für den Wiederaufbau der Ukraine müssten Frauen eingebunden werden und es brauche die Unterstützung des Europäischen Parlaments dafür.

Deutlich wurde auch: Der Krieg in der Ukraine ist auch ein Krieg um die Freiheit und Demokratie in Europa. "Wir sind Europäerinnen", macht Nataliia Balasynovych deutlich.

Starke, aktive Frauen

Es war großartig, beim Cafe Kyiv dabei zu sein – und es machte Mut! Bei der EAF Berlin ist klar: Die Ukraine braucht weiterhin alle verfügbare Unterstützung. Und den Frauen in der Ukraine gilt unser besonderes Engagement.

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