Nicht wegschauen, sondern handeln: Impulse Lab Active Bystanding bei Sexismus am Arbeitsplatz

Was tun, wenn im Büro eine sexistische Bemerkung fällt oder auf der Firmenfeier eine Grenze überschritten wird? Viele Menschen möchten eingreifen, sind aber unsicher, wie sie angemessen und sicher reagieren können. Unser zweites Impulse Lab am 19. September zeigt, wie Active Bystanding dabei helfen kann.
Veröffentlicht am:
16.09.2026

Sexistische Bemerkungen, Grenzüberschreitungen oder diskriminierendes Verhalten gehören für viele Beschäftigte noch immer zum Arbeitsalltag. Gleichzeitig erfahren Betroffene häufig wenig Unterstützung durch ihr Kollegium. Die neue Studie „Sexismus am Arbeitsplatz“ zeigt: 20 % der Befragten hätten eine betroffene Person zwar gerne unterstützt, wussten aber nicht, wie sie angemessen eingreifen können (Studie: Sexismus am Arbeitsplatz, EAF Berlin 2026).

Genau hier setzt das zweites Impulse Lab des Bündnisses „Gemeinsam gegen Sexismus“ an. Wir laden ein, das Konzept des Active Bystanding kennenzulernen und gemeinsam zu erarbeiten, wie Beschäftigte bei Sexismus und Diskriminierung sicher und wirksam handeln können.

Den praxisorientierten Einstieg gestalten Hanna Völke und Vera Andreh von der EAF Berlin. In einem 45-minütigen Workshop vermitteln sie Grundlagen des Active Bystanding und zeigen anhand konkreter Situationen, welche Möglichkeiten es gibt, einzugreifen und betroffene Personen zu unterstützen.

Anschließend nimmt Dr. Mona Algner, Sozial- und Organisationspsychologin an der MSB Medical School Berlin und Trägerin des Gender-Forschungspreises 2022 der Freien Universität Berlin, die sozialpsychologischen Hintergründe des Eingreifens in den Blick. Sie forscht unter anderem zu Gender Bias, Allyship am Arbeitsplatz, Führung und antifeministischen Bewegungen. Dabei geht sie unter anderem folgenden Fragen nach: Warum zögern Menschen, wenn sie Sexismus beobachten? Was beeinflusst, ob und wie sie eingreifen? Und welche organisatorischen Rahmenbedingungen erleichtern Interventionen am Arbeitsplatz?

Im Anschluss gibt es Gelegenheit für Fragen und eine gemeinsame Diskussion mit den Referentinnen.

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