Gender Mainstreaming weiterentwickeln

Das neue EAF-Projekt „Gender Mainstreaming in Public Policy and Budget Processes“ unterstützt Verwaltungen in mehreren EU-Mitgliedstaaten dabei, Instrumente des Gender Mainstreamings weiterzuentwickeln und wirksam in Entscheidungs- und Haushaltsprozesse zu integrieren. 

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Projektpartner*innen während der Fact-Finding Mission in Hamburg (Vertreter*innen der Freien und Hansestadt Hamburg, Expertise France, Europäische Kommission, EAF Berlin).

Projektpartner*innen während der Fact-Finding Mission in Hamburg (Vertreter*innen der Freien und Hansestadt Hamburg, Expertise France, Europäische Kommission, EAF Berlin).

Das Projekt „Gender Mainstreaming in Public Policy and Budget Processes“ unterstützt Verwaltungen in mehreren EU-Mitgliedstaaten dabei, Instrumente des Gender Mainstreamings weiterzuentwickeln und wirksam in Entscheidungs- und Haushaltsprozesse zu integrieren. Beteiligt sind Verwaltungen aus Frankreich, Deutschland, Malta und Portugal. In Deutschland werden insbesondere die Länder Berlin und Hamburg begleitet.  

EAF-Senior Expert Lisa Hanstein unterstützt die Hamburger Verwaltung als Local Expert strategisch und operativ bei der Weiterentwicklung und Implementierung von Gender Mainstreaming in öffentlichen Entscheidungs- und Haushaltsprozessen und ist zentrale Ansprechpartnerin im Projekt. 

Was ist Gender Mainstreaming? 

Gender Mainstreaming ist ein strategischer Ansatz, um Gleichstellung systematisch in allen Politikfeldern zu verankern. Dabei wird geprüft, welche Auswirkungen Maßnahmen, Programme oder Gesetze auf unterschiedliche Geschlechter haben – und wie sie so gestaltet werden können, dass sie fair und wirksam sind. 

Gender Mainstreaming wird in der Verwaltung durch konkrete Instrumente umgesetzt, zum Beispiel durch: 

  • Gleichstellungs-Monitoring und Indikatoren 
  • Gender Impact Assessments (geschlechterbezogene Wirkungsanalysen) 
  • Gender Budgeting (Gleichstellungswirksame Haushaltssteuerung) 
  • Gender-Checklisten 

So wird Gleichstellung nicht als Zusatzaufgabe behandelt, sondern als Querschnittsthema in Entscheidungs- und Haushaltsprozessen von Anfang an mitgedacht. 

Fact-Finding Mission in Hamburg 

Zum Auftakt der zweiten Projektphase fand am 19. und 20. Januar 2026 eine Fact-Finding Mission in Hamburg statt. Gemeinsam mit Vertreter*innen der Hamburger Verwaltung und Zivilgesellschaft wurde der aktuelle Stand der Gleichstellungsinstrumente analysiert und Prioritäten für die kommende Projektphase identifiziert. 

In zahlreichen Interviews mit Expert*innen aus Fachbehörden, Finanzverwaltung, Statistikamt sowie aus den Bereichen Digitalisierung und KI wurden bestehende Verfahren, Herausforderungen und Entwicklungspotenziale diskutiert. Im Fokus standen unter anderem bestehende Gender-Mainstreaming-Instrumente wie die Gleichstellungswirksamen Haushaltssteuerung (GWHS), das Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm (GPR), der Gleichstellungs-Monitor sowie der Prozess der Drucksachenprüfung, ebenso wie der Kompetenzaufbau in der Verwaltung. 

Die Ergebnisse fließen in den Inception Report ein, der die nächsten Schritte und Unterstützungsmaßnahmen für Hamburg festlegt. Die Umsetzung startet ab Frühjahr 2026. 

Weitere Informationen 

Weitere Informationen zum EU-Projekt finden Sie auf der Projektseite
Ansprechperson für das Projekt in Hamburg: Lisa Hanstein 

Das EU-Projekt „Gender Mainstreaming in Public Policy and Budget Processes (2025–2027)“ wird von der Europäischen Union über das Technical Support Instrument (TSI) finanziert und von Expertise France in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission (SG REFORM) umgesetzt. 

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