Gender Mainstreaming in Public Policy and Budgeting

Worum geht es im Projekt? 

Das EU-Projekt „Gender Mainstreaming in Public Policy and Budgeting (2025–2027)“ unterstützt öffentliche Verwaltungen dabei, Gleichstellung systematisch in politische Entscheidungs-, Steuerungs- und Haushaltsprozesse zu integrieren.  

Beteiligt sind Verwaltungen aus Frankreich, Deutschland, Malta und Portugal. In Deutschland stehen insbesondere die Länder Berlin und Hamburg im Fokus. 

Das Projekt baut auf den Ergebnissen der ersten Projektphase (TSI Gender Flagship 2022–2026) auf, in der zentrale Gleichstellungsinstrumente in den beteiligten Verwaltungen analysiert und weiterentwickelt wurden. 

 

Partner*innen

Expertise France (im Auftrag der Europäischen Kommission, SG REFORM)

Zeitraum

2025 - 2027

Was ist Gender Mainstreaming? 

Gender Mainstreaming ist ein strategischer Ansatz, um Gleichstellung systematisch in allen Politikfeldern zu verankern. Dabei wird geprüft, welche Auswirkungen Maßnahmen, Programme oder Gesetze auf unterschiedliche Geschlechter haben – und wie sie so gestaltet werden können, dass sie fair und wirksam sind. 

  • Gender Mainstreaming wird in der Verwaltung durch konkrete Instrumente umgesetzt, zum Beispiel durch: 
  • Gleichstellungs-Monitoring und Indikatoren 
  • Gender Impact Assessments (geschlechterbezogene Wirkungsanalysen) 
  • Gender Budgeting (gendergerechte Haushaltssteuerung) 
  • Gender-Checklisten 

So wird Gleichstellung nicht als Zusatzaufgabe behandelt, sondern als Querschnittsthema in Entscheidungs- und Haushaltsprozessen von Anfang an mitgedacht. 

Hamburg im Fokus: Umsetzung auf Landesebene 

In Hamburg startet das Projekt mit einer fundierten Bestandsaufnahme: Gemeinsam mit Verwaltung und relevanten Akteur*innen wird analysiert, welche Gleichstellungsinstrumente bereits bestehen, wie sie genutzt werden und wo Weiterentwicklungsbedarf besteht. 

Darauf aufbauend werden konkrete Unterstützungsmaßnahmen entwickelt, um Gender Mainstreaming stärker in der Verwaltungspraxis zu verankern. 

Im Mittelpunkt stehen dabei zentrale Instrumente wie: 

  • das Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm (GPR) als zentrale Strategie der Freien und Hansestadt Hamburg zur Umsetzung von Gleichstellung 
  • die Gleichstellungswirksame Haushaltssteuerung (GWHS), also die Frage, wie Haushaltsmittel Frauen und Männer unterschiedlich erreichen 
  • der Gleichstellungs-Monitor, um Fortschritte mit Daten und Indikatoren sichtbar zu machen 
  • das Verfahren der Drucksachenprüfung, mit dem Gesetzes- und Strategievorhaben auf Gleichstellungswirkungen bewertet werden 

Ziel ist es, diese Instrumente langfristig wirksamer, praxisnäher und systematisch in Verwaltungsabläufe zu integrieren. 

 

Rolle der Local Expert 

EAF-Senior Expert Lisa Hanstein begleitet den Prozess in Hamburg als Local Expert. Sie unterstützt die Hamburger Verwaltung strategisch und operativ bei der Weiterentwicklung und Umsetzung von Gender Mainstreaming und fungiert als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Expertise France und der Europäischen Kommission. 

 

Weitere Informationen zum Projekt 

Bericht zur Fact-Finding Mission im Januar 2026 in Hamburg  

Hinweis: Das EU-Projekt „Gender Mainstreaming in Public Policy and Budgeting (2025–2027)“ wird von der Europäischen Union über das Technical Support Instrument (TSI) finanziert und von Expertise France in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission (SG REFORM) umgesetzt. 

 

KONTAKT

Portrait von Lisa Hanstein

Lisa Hanstein
Senior Expert

+49 (30) 3087760-46

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