FES-Impulspapier: Zeit für eine entschlossene Gleichstellungspolitik!

Deutschland hat ein zeitpolitisches Gleichstellungsproblem: Frauen leisten deutlich mehr unbezahlte Sorgearbeit. Das Impulspapier fordert von der neuen Bundesregierung eine entschlossene Gleichstellungspolitik, die Geschlechterungleichheiten wirksam bekämpft. EAF-Senior Expert Hanna Völkle hat als Expertin für feministische Zeitpolitik am aktuellen FES-Impulspapier mitgewirkt.

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Die Debatte um Arbeitszeit ist in vollem Gange – und sie wird kontrovers geführt. Geplante Reformen versprechen mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Doch Fakt ist: Deutschland hat ein strukturelles zeitpolitisches Gleichstellungsproblem. Erwerbstätige Frauen leisten 8 Stunden mehr unbezahlte Sorgearbeit pro Woche als Männer. Gleichzeitig arbeiten sie 7 Stunden weniger in bezahlter Erwerbsarbeit.

Das Impulspapier „Wir erwarten mehr: Zeit für eine entschlossene Gleichstellungspolitik!“ von Yvonne Lott, Svenja Pfahl, Carolin Deuflhard, Ricarda Scholz und EAF-Senior Expert Hanna Völkle zeigt: Ein direkter Zusammenhang zwischen längerer Arbeitszeit und mehr Wohlstand ist nicht belegt – im Gegenteil. Überlange Arbeitszeiten gefährden Produktivität und Gesundheit. Was als Maßnahme zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gedacht ist, kann das Gegenteil bewirken.

Was es stattdessen braucht, ist eine entschlossene Gleichstellungspolitik, die Geschlechterungleichheiten wirksam bekämpft. Das Papier ist ein Impuls des Netzwerks „Gerechte Zeiten“ der Friedrich-Ebert-Stiftung. EAF-Senior Expertin Hanna Völkle ist Mitglied im Netzwerk „Gerechte Zeiten“ und hat als Expertin für feministische Zeitpolitik am aktuellen FES-Impulspapier mitgewirkt.

Download 

Hier geht es zum Impulspapier 

Digitales Mittagsgespräch zur Arbeitszeitdebatte

Diskutieren Sie das Papier, die zentralen Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen mit den Autorinnen, Teresa Bücker und Bettina Kohlrausch – kompakt in der Mittagspause am 9. Oktober von 12.30-13.15 Uhr via Zoom.

Zur Anmeldung: https://www.fes.de/veranstaltungen/veranstaltungsdetail/285607 

Über das Netzwerk „Gerechte Zeiten“

Die Publikation wurde durch eine Autorinnengruppe des Netzwerks „Gerechte Zeiten“ der Friedrich-Ebert-Stiftung erarbeitet. Das Netzwerk versteht sich als Plattform für den Austausch und die Entwicklung geschlechtergerechter (Arbeits-)Zeitpolitik. Das Netzwerk bringt Expert:innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Gewerkschaften zusammen und will progressive Impulse in die gesellschaftspolitische Debatte einbringen.

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