
Zeit für Wandel
Die Rolle der Zeitpolitik in der sozial-ökologischen Transformation
Wie hängt die Art, wie wir unsere Zeit einteilen, mit den großen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft zusammen? Das Forschungsprojekt untersucht, welche Rolle Zeitpolitik im Rahmen der sozial-ökologischen Transformation spielt – und wie sie sich auf Gesundheit und Klima auswirkt.
Ausgangspunkt ist das Konzept der Zeitgerechtigkeit sowie eine Vorstudie, die das Projektteam 2023/24 für Österreich durchgeführt hat. Im Zentrum steht dabei die Frage, welches Verständnis von Arbeit – bezahlt und unbezahlt – der aktuellen Debatte um „mehr Arbeit“ und Teilzeit zugrunde liegt, und welche Ungleichheiten dabei oft übersehen werden, etwa mit Blick auf Geschlecht, prekäre Beschäftigung oder altersgerechtes Arbeiten.
Neben einer Literaturrecherche werden in Fokusgruppen die Perspektiven von Arbeitnehmer*innen erhoben: Welche Bedeutung hat Zeit für sie im Alltag, und welche Verbindungen sehen sie zu Themen wie Klimaanpassung, chronischen Krankheiten, Stress oder Einsamkeit? Die Ergebnisse werden anschließend mit Expert*innen aus Wissenschaft, Praxis und Arbeitszeitpolitik diskutiert und eingeordnet.
Ziel ist es, den gesellschaftlichen Strukturwandel greifbarer zu machen – indem jene zu Wort kommen, die in den gängigen Transformationsnarrativen bislang kaum vorkommen.
Publikationen:
Dengler, Corinna; Dornis, Nora; Heck, Lukas; Völkle, Hanna (2024): Klimafreundliche und gesundheitsfördernde Aspekte von Zeitwohlstand, Hg. Gesundheit Österreich, Wien. https://jasmin.goeg.at/id/eprint/3423/1/GOEGPolicyBrief-Zeitwohlstand_bf.pdf (abgerufen am 20.07.2026).
Dornis, Nora; Heck, Lukas; Völkle, Hanna; Dengler, Corinna (2024): Zeitpolitik für ein gutes Leben für alle innerhalb von planetaren Grenzen, in: Kurswechsel: Zeitschrift für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen, 2024(4).
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