Helene Weber-Preisträgerinnen Onyeka Oshionwu und Maria Helmis-Arend erhalten Talisman-Preis

Foto: DSI / Jana Kay
Der Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich in ihren Städten und Gemeinden für Teilhabe, Vielfalt und ein lebendiges Miteinander einsetzen.
Herausragendes Engagement von Kommunalpolitikerinnen
Maria Helmis-Arend ist Bürgermeisterin der Stadt Köln und setzt sich für eine offene, vielfältige und solidarische Stadtgesellschaft ein. Zu ihren Schwerpunkten gehören bezahlbares Wohnen, Bildung, kulturelle Teilhabe und Orte der Begegnung. Sie engagierte sich unter anderem für die freie Kulturszene, den Erhalt der Zentralbibliothek und die Stärkung des NS-Dokumentationszentrums. Gesellschaftlicher Zusammenhalt bedeutet für sie, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten, miteinander im Gespräch zu bleiben und gemeinsame Räume zu schaffen. Im Jahr 2024 wurde sie mit dem Helene-Weber-Preis ausgezeichnet.
Onyeka Oshionwu ist in Göttingen geboren und aufgewachsen und wurde im September 2026 zu Oberbürgermeisterin von Göttingen gewählt. Zu ihren Initiativen gehören unter anderem der qualifizierte Mietspiegel, der Göttinger Engagementpreis und digitale Angebote wie die Stadt-App. Für ihr kommunalpolitisches Engagement wurde sie 2024 mit dem bundesweiten Helene-Weber-Preis ausgezeichnet.
Der Helene-Weber-Preis wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend verliehen. Als Projektträgerin verantwortet die EAF Berlin die Ausschreibung und Organisation des Preises und begleitet und vernetzt die ausgezeichneten Frauen.
Mit dem Talisman-Preis wurden außerdem ausgezeichnet:
Yannick Bares, Ortsbürgermeister von Rhaunen (Rheinland-Pfalz), für die Stärkung des Gemeindelebens durch Begegnungsorte und generationenübergreifende Angebote.
Henriette Reker, ehemalige Oberbürgermeisterin von Köln (NRW), für ihre Haltung gegen Ausgrenzung und ihr langjähriges Engagement für eine offene Stadtgesellschaft.
Stephanie Rikl, Bürgermeisterin von Ostritz (Sachsen), für die Stärkung des Gemeinwesens und die Beteiligung junger Menschen.
Wie stark unsere Demokratie ist, entscheidet sich in den Städten und Gemeinden
Festredner Hape Kerkeling: „Integration beginnt nicht bei der Nation, sondern in der Gemeinde und der Nachbarschaft. Dort entstehen Nähe und Zusammenhalt. Genau diesen lokalen Zusammenhalt zu fördern und zu würdigen, ist mir besonders wichtig.“
In seiner Laudatio würdigt Bundespräsident a.D. Christian Wulff die Preisträger mit den Worten: „Demokratie braucht Menschen, die mutig auf offener Bühne Verantwortung übernehmen. Die Talisman-Preisträger*innen zeigen, was Kommunalpolitiker*innen gegen Widerstände mit Zivilcourage bewegen können.”

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