Fake News, echte Folgen

Gefälschte Zitate, manipulierte Bilder, Deepfake-Videos: Desinformation ist längst zu einem wirksamen Mittel geworden, um Politiker*innen zu diskreditieren. Frauen trifft sie dabei auf spezifische Weise: Sexualisierte Deepfakes, frauenfeindliche Gerüchte und Verleumdungskampagnen zielen nicht nur auf die politische Position, sondern auf die Glaubwürdigkeit und Würde der betroffenen Frauen als Personen. Die Botschaft dahinter ist ebenso subtil wie wirkungsvoll: Es geht am Ende gar nicht mehr darum, welche Position eine Politikerin vertritt – schon ihre bloße Präsenz und ihr Mandat in der Politik sollen infragegestellt werden.
Genau hier setzt dieser kurzweilige Workshop an. Die Referentinnen Rajae Yahyaoui und Mia Parker vom Projekt „Sicher engagiert" geben Einblicke in folgende Bereiche:
- Muster erkennen: Warum werden gerade Frauen in der Politik zur Zielscheibe von Gerüchten, Verleumdungen und gefälschten Bildern oder Videos – und was macht das mit ihrer politischen Handlungsfähigkeit?
- Den eigenen Blick schärfen: Woran lassen sich Deepfakes und Desinformationskampagnen erkennen? Und wie vermeidet man, selbst darauf hereinzufallen oder Falschinformationen unbeabsichtigt zu reproduzieren?
- Schutz und Gegenstrategien: Was können Betroffene tun – und lässt sich überhaupt wirksam verhindern, zum Ziel von Desinformationskampagnen oder gefälschtem Bild- und Videomaterial zu werden?
Das Projekt „Sicher engagiert" setzt sich dafür ein, Menschen zu stärken, die sich demokratisch engagieren – von Kommunalpolitiker*innen bis zu engagierten Bürger*innen, die zunehmend Hass und Anfeindungen im Netz erleben. Ziel ist es, digitale Räume sicherer und demokratischer zu gestalten und so das Engagement im Netz widerstandsfähiger zu machen.
Veranstaltungsinformationen
Wann: 10. September 2026 von 19.30 – 21 Uhr
Wo: Online (via Zoom)
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