Moderation im Gemeinderat: Training für Bürgermeisterinnen & Ratsvorsitzende

Was tun, wenn der Respekt fehlt? Am 05. und 24. Februar 2026 bietet das Projekt Frauen.Vielfalt.Politik. das Online-Coaching „Moderation im Gemeinderat“ an. Bürgermeisterinnen und Ratsvorsitzende erhalten Impulse zum Umgang mit Konflikten, lernen hilfreiche Moderationstechniken kennen und bearbeiten konkrete Situationen aus ihrem politischen Alltag.

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Coaching für Bürgermeisterinnen ist ein spannendes und anspruchsvolles Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Bürgermeisterinnen übernehmen eine zentrale Rolle in der Führung von Städten und Gemeinden und müssen in einer Vielzahl von Bereichen kompetent agieren – von der Verwaltung und Wirtschaftsförderung bis hin zu sozialen und gesellschaftlichen Fragen. Guter Rat und gute Impulse sind umso wichtiger.

Über die Veranstaltung

Moderation im Gemeinderat hat das Ziel, Diskussionen zu lenken, für Respekt zu sorgen, eine ausgewogene Meinungsbildung zu gewährleisten und letztlich die Entscheidungsfindung zu unterstützen. Der Umgang mit unterschiedlichen Interessen, Konflikten oder auch Polemik macht es jedoch nicht leicht, eine konstruktive und effektive Kommunikation zu ermöglichen.

Neben Impulsen zum Umgang mit Konflikten und Moderationstechniken, werden an zwei aufeinander aufbauenden Online Terminen konkrete Situationen aus dem politischen Alltag analysiert und reflektiert und in der Gruppe nach Lösungen gesucht.

Das Angebot Coaching und Moderation richtet sich an Bürgermeisterinnen und Kommunalpolitikerinnen, die Gremien und Ratssitzungen moderieren.

Anmeldung

Termine: 05. Februar & 24. Februar 2026; 15:00–17:30 Uhr
Ort: Online
Zur Anmeldung

Um folgende Themen wird es gehen:

Die Rolle der Moderatorin verstehen

  • Führungskompetenz: Auch mit einer neutralen Rolle und Haltung, ist es wichtig, die Diskussion zu steuern, sodass sie zielführend bleibt. Hier helfen klare Anweisungen und ein geübter Umgang mit Konflikten.

Effektive Kommunikationstechniken

  • Aktives Zuhören: Moderatorinnen müssen sicherstellen, dass alle Stimmen gehört werden.
  • Klärende Fragen stellen: Um Missverständnisse zu vermeiden und komplexe Themen zu verdeutlichen, kann es hilfreich sein, Fragen zu stellen, die die Diskussion präzisieren oder vertiefen.
  • Zusammenfassen und Paraphrasieren: Indem die Moderatorin Diskussionen zusammenfasst, stellt sie sicher, dass alle Teilnehmenden die wesentlichen Punkte verstehen und sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Konfliktmoderation

  • Konflikte frühzeitig erkennen: In einem Gemeinderat treffen unterschiedliche politische Ansichten oder Interessen aufeinander und führen zu Konflikten. Moderatorinnen haben die Aufgabe, Konflikte zu erkennen und konstruktiv darauf zu reagieren.
  • Neutralisierung von Spannungen: Oft hilft es, Spannungen zu entschärfen, indem man die Positionen der Beteiligten validiert und Verständnis für unterschiedliche Perspektiven zeigt. Was aber tun, wenn es polemisch wird und der Respekt fehlt?
  • Kompromissfindung: Moderatorinnen können dazu beitragen, dass in schwierigen Situationen Kompromisse gefunden werden, die alle Seiten berücksichtigen, ohne dass eine Seite vollständig ihren Standpunkt aufgibt.

Strukturierte Diskussionen

  • Agenda und Zeitmanagement: Eine gute Moderation setzt voraus, dass sich die Diskussion an einer klaren Agenda orientiert. Auch Zeitmanagement ist entscheidend, um alle relevanten Themen angemessen zu behandeln.
  • Themenfokussierung: Diskussionen neigen dazu, abzuschweifen. Eine Moderatorin muss sicherstellen, dass alle Diskussionen im Rahmen des relevanten Themas bleiben.

Förderung der Beteiligung

  • Chancengleichheit für alle: In einem Gemeinderat ist es wichtig, dass alle Mitglieder zu Wort kommen.
  • Förderung konstruktiver Beiträge: Eine gute Moderation ermutigt die Teilnehmenden, konkrete, lösungsorientierte Beiträge zu leisten, statt sich in allgemeinen Aussagen oder polemischen Argumenten zu verlieren.

Nachhaltigkeit der Entscheidungen

  • Verantwortung und Nachverfolgung: Eine erfolgreiche Moderation endet nicht mit der Entscheidung. Es muss auch sichergestellt werden, dass getroffene Beschlüsse umgesetzt und bei Bedarf überprüft werden.
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