Mentoring-Programm Vielfalt

Um Frauen mit Migrationsbiografie in der Politik zu fördern, veranstaltet die EAF Berlin das Mentoringprogramm Vielfalt. Herzstück des Konzeptes bilden die Mentoring-Beziehungen.

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Menschen mit Migrationsbiografie machen zwar 26 Prozent unserer Gesellschaft aus, sind aber in der Politik auf allen Ebenen stark unterrepräsentiert. Dabei können gerade Frauen mit Migrationsbiografie zu einer vielfältigen Parteienlandschaft beitragen und als wichtige Role Models agieren.

Aus diesem Grund veranstaltet die EAF Berlin das Mentoringprogramm Vielfalt: "Mein Hintergrund? Ich will in den Vordergrund!". Wichtige Bausteine des Programms stellen theoretische Auseinandersetzungen mit kommunalpolitischen Strukturen und praktische Übungen beispielsweise zur Außendarstellung dar. Das Herzstück des Konzeptes bilden die Mentoring-Beziehungen, bei denen politische Mandatsträgerinnen ihre Erfahrungen und ihr Praxiswissen weitergeben und die Mentees mit Migrationsbiografie, die die Hürde der Parteimitgliedschaft schon genommen, aber noch kein Mandat errungen haben, unterstützen.

Die erste Runde des Programs wurde Mitte Juni erfolgreich abgeschlossen. 14 Tandems, bestehend aus engagierten Mentees und Mentorinnen mit Migrationsbiografie und Mandat, hatten bis dahin über den Gesamtzeitraum des Programms zusammengearbeitet. Die Mentorinnen waren Mandatsträgerinnen auf kommunaler, - Landes-, Bundes- und europäischer Ebene. Im Mentoring-Programm waren die Parteien CDU, FDP, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und VOLT vertreten.

Zweiter Durchgang startet im Herbst: Jetzt bewerben!

Mit Ende des ersten Durchgangs startete der Aufruf zur Bewerbung des zweiten Durchgangs, der im Herbst beginnt. Auch in der neuen Runde bietet das Programm den Mentees und Mentorinnen verschiedene Module, u.a. zu Macht und Mikropolitik, Selbst-PR in sozialen Medien und Storytelling. Der parteiübergreifende Ansatz und Austausch mit migrantischen Netzwerken steht, auch dieses Mal, im Fokus.

Das Mentoring-Programm für Frauen mit Migrationsbiografie will die Teilnehmerinnen für ein kommunalpolitisches Mandat motivieren und darauf vorbereiten. Es vermittelt theoretische und praktische Kenntnisse über kommunalpolitische Strukturen, Prozesse und Einflussmöglichkeiten und erweitert die personalen und methodischen Kompetenzen der Teilnehmerinnen durch regelmäßige Tandem-Gespräche mit der Mentorin, interaktive Trainingseinheiten und Austausch im Netzwerk der Teilnehmerinnen.

Zum Ende des ersten Durchgangs: Ein Abschlussseminar

Beim Abschlussseminar am 18. Juni kamen die Mentorinnen und Mentees des ersten Durchgangs ein letztes Mal zusammen, um die vergangenen 5 Monate Revue passieren zu lassen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Besonders erfreulich: Während des Programms ist eine Mentee in den Stadtrat in Frankfurt am Main eingezogen und zwei weitere Mentees wurden auf den Bezirkslisten in Berlin aufgestellt.

Vor der offiziellen Zertifikatüberreichung kamen die Teilnehmerinnen nach einem Grußwort von Frau Dr. Martina von Bassewitz (BMFSFJ) mit Frau Honey Deihimi als ehemalige Integrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen und Mitglied des Netzwerks Integration der CDU Deutschland ins Gespräch.

Ein großer Dank gebührt den Mentees und vor allem den Mentorinnen unseres ersten Durchgangs, die unermüdlich mitgewirkt und das Programm bereichert haben.

Weitere Informationen

Das Mentoring-Programm "Vielfalt in der Politik" wird im Rahmen des Helene-Weber-Kollegs vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

 

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