Hate Aid-Petition: Unsere Nudes sind nicht euer Business

Google zeigt täglich gestohlene und gefälschte Nacktbilder. Von unzähligen anderen Frauen und gegen ihren Willen. Auch App-Stores, Zahlungsdienste und Hostinganbieter verdienen kräftig mit. Die Politik kann vor diesem Missbrauch schützen. Die EAF Berlin ist Erstunterzeichnerin der Petition von HateAid.

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Jetzt Profit mit geklauten Nacktbildern stoppen!

Nacktbilder von Frauen werden gestohlen, heimlich in der Dusche aufgenommen oder ganz einfach mit einem Klick in Nudification- oder Face Swap-Apps gefälscht. Die Bilder landen dann im Internet – verstreut auf vielen kleinen pornographischen Webseiten. Doch an einem Ort laufen sie zusammen: In der Suchmaschine. Denn Google macht diese intimsten Bilder und Videos erst für ein Millionenpublikum sichtbar.

Alle verdienen mit

Aber es geht nicht nur um Google. Auch App-Stores, Zahlungsdienste und Hosting-Anbieter machen Geschäfte mit dem Leid von Frauen. Denn sie verdienen mit, wenn Plattformen und Apps Nacktbilder und -videos erstellen und verbreiten. Zum Beispiel durch Transaktions- oder Hostingebühren.

Politik muss einschreiten

Jeder Mensch sollte das Recht haben, dass keine intimen Bilder – oder Videos von ihm*ihr geklaut, erstellt und im Netz verbreitet werden. Und kein Unternehmen sollte mit dem Leid der Betroffenen Geld verdienen dürfen. Deswegen muss die Politik jetzt handeln.

Forderung von politischen Konsequenzen

1. Justizministerin Hubig: Strafbarkeitslücken schließen: Die Erstellung und Verbreitung bildbasierter sexualisierter Gewalt soll explizit unter Strafe gestellt werden – auch wenn es sich um Deepfakes handelt.

2. Digitalminister Wildberger: Geschäft mit bildbasierter digitaler Gewalt beenden

  • Host-Provider bzw. Access-Provider sollen Websites sperren müssen, die KI-Anwendungen mit expliziter Ausrichtung auf die Erstellung von Missbrauchs-Nacktbildern und -videos anbieten
  • App-Stores sollen Apps nicht anbieten dürfen, wenn diese explizit auf die Erstellung bildbasierter sexualisierter Gewalt ausgerichtet sind.
  • Zahlungsdienste sollen keine Zahlungen mehr für Dienstleistungen abwickeln dürfen, die die Erstellung und Verbreitung bildbasierter sexualisierter Gewalt ermöglichen.

Jeder Mensch hat das Recht auf Schutz seiner Intimsphäre, auch im digitalen Raum. Und kein Unternehmen darf mit dem Leid Betroffener Geld verdienen!

Die EAF Berlin ist Erstunterzeichnerin der Petition! 

Petition unterschreiben

Hier geht es zur Petition.

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