Vorurteile erkennen und überwinden | Potenziale nutzen

Unconscious Bias

Unbewusste Denkmuster prägen uns mehr, als wir meinen. Das betrifft insbesondere die Art und Weise, wie wir Menschen wahrnehmen.

  • Diese Unconscious Bias führen dazu, dass Organisationen nicht das volle Potential ihrer Mitarbeiter*innen ausschöpfen.
  • In unseren Workshops und interaktiven Vorträgen sensibilisieren wir die Teilnehmenden für unbewusste Denkmuster und zeigen auf, wie diese unser Verhalten und unsere Entscheidungen beeinflussen. Die Teilnehmenden werden dazu angeregt, das Thema Vielfalt offen zu reflektieren und aktiv gegen Schubladendenken vorzugehen.

Die Welt ist komplex und das menschliche Gehirn ist darauf ausgerichtet, in ihr möglichst reibungslos zu funktionieren. Neurologen glauben, dass die meisten Denkprozesse automatisiert ablaufen: Wir stehen auf, putzen die Zähne, frühstücken, fahren zur Arbeit, schalten den Computer an – alles ohne auch nur einmal nachdenken zu müssen. An manchen Tagen geht das so weiter, bis wir abends ins Bett fallen. Veränderung? Anstrengend. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, heißt es dann so schön. Diese Art zu funktionieren, war und ist für den Menschen überaus sinnvoll, denn sie verbraucht nur wenig Energie. Und wenn etwas nicht „nach Plan“ läuft oder besondere Anforderungen auf uns zu kommen, können wir unsere geschonten Ressourcen aktivieren, um das Problem anzugehen.

Auch in der Begegnung mit anderen Menschen funktioniert dieses effiziente Denken. Ein Beispiel: Es klingelt, ein Mann in einem Blaumann steht vor der Tür und ich weiß, es ist der Elektriker, ohne dass er es mir lang und breit erklären muss. Das ist ziemlich praktisch. Doch was wäre, wenn da eine Frau im Blaumann gestanden hätte? Hätte mich das irritiert? Je nachdem, welche Assoziationen ich mit Frauen gehabt hätte, welche Schubladen in meinem Kopf aufgegangen wären, hätte ich irritiert oder positiv reagiert.

Unconscious Bias hindern Menschen daran, ihr Potential auszuschöpfen

Im Arbeitskontext laufen ähnliche Mechanismen ab. Denken Sie beispielsweise an Bewerbungsunterlagen mit Foto. Klar würden viele behaupten, dass das Foto ihre Entscheidung, wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, nicht beeinflusst. Studien belegen allerdings, dass das Foto sehr wohl einen Unterschied macht:
Wenn eine Bewerberin auf ihrem Foto ein Kopftuch trägt, erhält sie seltener eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Wenn also das Einordnen von Äußerlichkeiten mit Bewertungen oder sogar Abwertungen verknüpft wird, folgt daraus eine Stereotypisierung oder gar eine Diskriminierung. Und das ist schädlich für Organisationen und unsere Gesellschaft. Weil sie uns daran hindern, Menschen in ihrem ganzen Potential wahrzunehmen. Und Menschen, die dieser Art von Schubladendenken ausgesetzt sind, werden daran gehindert, ihr volles Potential auszuschöpfen.

Wir alle nutzen kognitiven Vereinfachungen, um mit der Komplexität unserer Umwelt umzugehen. Unbewusste Denkmuster beeinflussen unsere Entscheidungen. Wir alle haben sie; sie sind menschlich. In unseren Workshops und interaktiven Vorträgen sensibilisieren wir die Teilnehmenden für unbewusste Denkmuster und regen dazu an, das Thema Vielfalt zu reflektieren und aktiv gegen Schubladendenken vorzugehen. Hier finden Sie unsere Angebote auf einen Blick.

 

 

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Kathrin Mahler Walther
+49 (30) 3087760-41 | mahler-walther@eaf-berlin.de