EAF Berlin goes USA Helga Lukoschat im Austausch mit Deutsch-Amerikanischer Handelskammer und UN Women

Anfang April ist Dr. Helga Lukoschat, Vorsitzende der EAF Berlin, zu einem vierwöchigen Studienaufenthalt in die USA aufgebrochen. Noch bis Ende des Monats trifft sie Akteur*innen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft treffen.

Anfang April ist Dr. Helga Lukoschat, Vorsitzende der EAF Berlin, zu einem vierwöchigen Studienaufenthalt in die USA aufgebrochen. Noch bis zum Ende des Monats wird sie sich in New York City und Washington D. C. mit Akteur*innen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft treffen. Im Fokus ihrer Reise steht der Austausch zu den zentralen Themenfeldern der EAF Berlin – Vielfalt und Chancengleichheit, Karriere und Führung, Vereinbarkeit und Resilienz sowie Politik und Partizipation. Zum Auftakt sprach Helga Lukoschat in der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer über Frauen in Führungspositionen in Deutschland und tauschte sich mit UN Women zur aktuellen Situation von Frauen in verschiedenen arabischen Ländern aus.

Nur einen Steinwurf entfernt von der Wall Street, in den Räumlichkeiten der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer, diskutierte Helga Lukoschat am 6. April in New York City mit zahlreichen Vertreter*innen aus der Wirtschaft die deutsche Gesetzgebung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. Die deutsche Quotenregelung wird kontrovers betrachtet, einige Teilnehmende befürworten die Entwicklung. So hätten die freiwilligen Vereinbarungen in Deutschland einfach zu wenig gebracht. In den USA liegt der Anteil in den Vorständen der Fortune-500-Unternehmen immerhin bei 15 Prozent, also drei Mal höher als in Deutschland. Problematisch ist hier jedoch das Thema Vereinbarkeit: der gesetzliche Mutterschutz ist nur sehr kurz,  Regelungen wie Elternzeit gibt es gar nicht und die Kinderbetreuung wird komplett privat organisiert. Dabei ist der Frauenanteil an den Erwerbstätigen etwa so hoch wie in Deutschland (ca. 47 Prozent), doch die Teilzeitquote ist deutlich geringer. Ein Teilnehmer zog ein spitzes aber durchaus treffendes Fazit der lebhaften Diskussion: „Jedes Land hat die Gesetzgebung, die es verdient“. 

Die politische Partizipation von Frauen – insbesondere in verschiedenen arabischen Ländern – war Thema eines Gespräches mit UN Women am 7. April. Helga Lukoschat traf Kristin Hetle, Director Strategic Partnerships Division, und stellte ihr unter anderem das Projekt „Demokratie braucht Frauen“ vor, dass die EAF Berlin bereits seit 2012 in Tunesien begleitet, mit dem Ziel die politische Partizipation von Frauen im Demokratisierungsprozess zu unterstützen.

In wenigen Tagen wird Helga Lukoschat nach Washington D.C. weiterreisen und unter anderem das Center for American Progress besuchen sowie ihren Austausch mit Brigid Schulte vertiefen. Schulte ist Direktorin des Better Life Lab der von Anne-Marie Slaughter geleiteten New America Foundation und stellte auf der Fachkonferenz »Flexship: Flexibles Arbeiten in Führung« am 17. März in Berlin Thesen aus ihrem New York Times-Bestseller „Overwhelmed“ vor.

Zum Abschluss ihrer Reise nimmt Dr. Helga Lukoschat am 25. und 26. April gemeinsam mit Dr. Katharina Schiederig, Leiterin des Projektes  »Flexship: Flexible Arbeitsmodelle für Führungskräfte« bei der EAF Berlin, an der »ICEDI 2016 – International Conference on Equality, Diversity and Inclusion« in Boston teil.

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