Ramadan unter Pandemiebedingungen Was Arbeitgeber*innen dazu wissen sollten

Von Dienstag, den 13. April an bis zum 12. Mai begehen Muslime in Deutschland in diesem Jahr den Fastenmonat Ramadan. Wegen der Sars-CoV2-Pandemie können viele Feierlichkeiten und Riten allerdings nur eingeschränkt stattfinden. Arbeitgeber*innen können ihre muslimischen Angestellten in dieser Zeit unterstützen.

Während des Fastenmonats Ramadan verzichten gläubige Muslime weltweit einen Monat lang von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken und Genussmittel wie Zigaretten oder Kaugummi.

Nach Sonnenuntergang kommen die Menschen für gewöhnlich zum Fastenbrechen (Iftar) und Beten zusammen. Dies ist dieses Jahr in den meisten Ländern nur unter strengen Auflagen möglich. Das Ende des Ramadan wird mit dem Eid ul Fitr – dem Fest des Fastenbrechens gefeiert. Der erste Tag dieses Festes beginnt zumeist mit einem besonderen Gebet in der Moschee. In den darauffolgenden drei Tagen besuchen sich Familien und Freund*innen, tauschen Geschenke aus und verbringen Zeit miteinander.

Obwohl sich die Festivitäten sehr wahrscheinlich von den Zeiten vor der globalen Corona-Pandemie unterscheiden werden, können Arbeitgeber*innen davon ausgehen, dass die Feierlichkeiten in verschiedenen Formen stattfinden werden und sollten daher um diese Zeit auf Urlaubsanfragen von muslimischen Mitarbeiter*innen vorbereitet sein.

 

 

Arbeitgeber*innen können ihre Mitarbeitenden während des Ramadan unterstützen, indem sie ...

  • sicherstellen, dass alle Mitarbeitenden, die mit den muslimischen Kolleg*innen zusammenarbeiten, wissen, wie sich ein bis zu 17 Stunden langes Fasten auf Arbeitspraktiken auswirken kann. Vermeiden Sie, Besprechungen mit den muslimischen Kolleg*innen auf den Nachmittag zu legen, da die Konzentration nach der Mittagszeit abnehmen kann.
  • Arbeitszeiten flexibilisieren, um den Fastenden zu ermöglichen früher am Tag zu beginnen und so den Arbeitstag auch schon früher beenden zu können. 
  • die fastenden Mitarbeitenden nicht zu Abendveranstaltungen verpflichten, auch wenn es sich nur um Online-Videotreffen handelt. Denn die Abende sind während dieser Zeit häufig dem Essen, den Gebeten und möglicherweise den virtuellen Versammlungen innerhalb der Familie und der breiteren Gemeinschaft gewidmet.
  • im Falle von Schichtarbeit prüfen, inwiefern Änderungen vorgenommen werden können, um den Fastenden die Möglichkeit zu geben, Schichten zu tauschen oder ihre Arbeitszeit auf eine Weise zu ändern, die für alle Beteiligten geeignet ist. Wenn dies nicht arrangiert werden kann, ermöglichen Sie den Mitarbeitenden bei Sonnenuntergang eine ausreichend lange Pause einzulegen, um ihr Fasten zu brechen und zu beten.
  • Sensibilisierung dafür schaffen, dass es für Muslime in diesem Zeitraum schwierig sein kann, an einem gemeinsamen Mittagessen (auch wenn es sich um ein Online-Videotreffen handelt) teilzunehmen.
  • das Verständnis und den Austausch zwischen fastenden und nicht fastenden Teammitgliedern fördern. So könnten Sie beispielsweise ein virtuelles, gemeinsames abendliches Fastenbrechen organisieren und so den muslimischen Kolleg*innen ermöglichen, einen Teil ihres Lebens mit den anderen Kolleg*innen zu teilen?

In diesem Sinne: Ramadan Mubarak!
Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel von HR-Zone (auf englisch)

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