Kirchentag 2017 Dr. Helga Lukoschat moderiert Podium zu Geschlechterbildern

Die Kölner Silvesternacht hat sich ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben. Die Gewalt gegen Frauen war schockierend. Köln wurde zur Chiffre und hat gesellschaftliche Debatten ausgelöst. Darüber sprach EAF-Vorsitzende Dr. Helga Lukoschat beim Kirchentag mit Gästen aus Politik und Zivilgesellschaft.

EAF-Vorsitzende Helga Lukoschat (zweite v.l.) im Gespräch mit Hava Morina, Kazim Erdogan, Kübra Gümüsay, Katharina Barley und Andrea Krönke.

Schnell waren die Schuldigen der sexualisierten Gewalttaten in Köln ausgemacht. Offen rassistische Stimmen prangerten eine verallgemeinerte Gruppe dunkelhäutiger, arabischer, muslimischer Männer an, ihre weißen deutschen Frauen zu bedrohen. Das Frappierende: diejenigen, die sich so für Errungenschaften der Gleichberechtigung einsetzten, argumentieren ansonsten offen anti-feministisch. Wie muss eine offene Gesellschaft mit solch medialer Stimmungsmache und politischer Instrumentalisierung umgehen?

Gemeinsame Perspektiven statt Rolle rückwärts

Die erfolgreichen Initiativen wie die Netzkampagne „#Ausnahmslos“ stießen 2016 eine Verbesserung des Sexualstrafrechts, in dem der Grundsatz „Nein heißt Nein“ verankert wurde, öffentlich an. „Miteinander statt übereinander zu reden, ist der Grundsatz einer starken Zivilgesellschaft“, darüber stimmten EAF-Vorsitzende Dr. Helga Lukoschat, Bundesfrauenministerin Katharina Barley, die Journalistin und Initiatorin der Netzkampagne „#Ausnahmslos“ Kübra Gümüsay sowie der Gründer der muslimischen Elterninitiative „Aufbruch Neukölln“ Kazim Erdogan auf dem Podium überein.

Wie es gelingen kann, Rollenbilder gemeinsam weiterzuentwickeln und aus den traditionellen Mustern herauszulösen, erklärten Vertreter*innen verschiedener Praxisprojekte. Das Mentoring-Projekt Wegweiser des muslimischen Vereins Inssan, die Väter-und Männergruppe Aufbruch Neukölln und die Projekte Democracy and Leadership sowie It’s our turn – Politik braucht Vielfalt, Politik braucht Dich der EAF Berlin berichteten auf dem Podium über ihre Arbeit und beantworteten Fragen aus dem Publikum.

Eines wurde an diesem Nachmittag deutlich: Eine widerstandsfähige Gesellschaft braucht vor allem eines: Mut zur Veränderung.

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