Yes she can Kommunalpolitisches Empowerment-Programm für Studentinnen erfolgreich abgeschlossen

27 Studentinnen der Europa-Universität Viadrina, der Universität Leipzig sowie der Universitätsallianz Ruhr haben in den vergangenen fünf Monaten den zweiten Durchgang des Empowerment-Programm für Studentinnen des Helene Weber Kollegs absolviert. Mit einer feierlichen Online-Abschlusstagung ging das Programm Anfang März zuende.

Teilnehmerinnen des Programms beim gemeinsamen Auftakt im November 2021 in Berlin.

„Jede von uns wird gebraucht, um eine Welt zu erschaffen, die wir uns selbst, aber vor allem den nachkommenden Generationen wünschen, egal wie schwer es ist.“ 
Jessy James Lafleur

Warum ist es so wichtig, sich in diesen Zeiten politisch zu engagieren? Welchen Beitrag leisten Programme wie diese für den Erhalt der Demokratie? Was haben die Studentinnen in den letzten fünf Monaten im Rahmen des Programmes über (Kommunal-)Politik gelernt? Zu Fragen wie diesen kamen die Teilnehmerinnen, Projektpartnerinnen, das BMFSFJ und EAF-Kolleginnen gemeinsam mit Multiplikatorinnen aus den Regionen ins Gespräch. Zu Gast waren auch Staatssekretärin Dr. Gesine Märtens, Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, die Landesgleichstellungsbeauftragte Brandenburg, Manuela Dörnenburg und Birgit Wehrdörfer, Referat Grundsatzangelegenheiten Gleichstellungspolitik der Abteilung Gleichstellung im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG), NRW.

Dass das Programm den Studentinnen ermöglicht hat, sich mit Kommunalpolitik auseinanderzusetzen und erste Erfahrungen zu sammeln, wurde bei der Vorstellung ihrer Mikroprojekte deutlich. Dabei handelt es sich um von den Teilnehmerinnen entwickelte Projekte, die sich mit Kommunalpolitik und kommunalpolitischen Themen auseinandersetzen. Ein politischer Lesekreis für (junge) Frauen, ein Leitfaden für politisch interessierte Studentinnen oder ein Diskussionsabend zu den eigenen Privilegien – das sind nur einige der vielen Mikroprojekte, die bald auch auf der Seite des Helene Weber Kollegs vorgestellt werden.

Im Rahmen aller drei Seminarwochenenden kamen die Studentinnen auch mit Referentinnen zu verschiedenen Themen ins Gespräch. Diese Workshops waren ein wesentlicher Bestandteil des Programmes, um Erfahrungsräume herzustellen und den Austausch in der Peer-Group zu ermöglichen. Um den Umgang mit Macht und mikropolitische Kompetenzen ging es am zweiten Tag des Abschlusses. Mit der Workshopleiterin Doris Cornils reflektierten die Studentinnen auch ihr eigenes Verständnis von Macht.

Da die Hürde, sich als junge Frau durchzusetzen, im Rahmen des Seminars stets eingebracht und benannt worden ist, ging es beim krönenden Abschluss um die Doku „Yes she can – Allein unter Männern“, in welcher vier junge Politikerinnen vorgestellt und begleitet worden sind. Eine davon ist die Bundestagsabgeordnete und FDP-Politikerin Gyde Jensen. Mit ihr und den Filmemacherinnen des Films, Regisseurin Carolin Genreith und Produzentin Sophie Schüttfort, schauten sich die Teilnehmerinnen Ausschnitte aus der Doku an und diskutierten diese im Anschluss. Politikerin Gyde Jensen sprach mit den Teilnehmerinnen darüber, wie es für sie war, immer wieder als jüngste Abgeordnete vorgestellt und zu Fragen der Vereinbarkeit befragt zu werden. In der Doku, wie auch in der Gesprächsrunde, zeigte sie aber vorbildlich, dass Expertise und Engagement keine Frage des Alters sind, und dass es sich lohnt, sich in der Politik für wichtige Themen einzubringen.

Mit diesen konkreten Einblicken und der lebhaften Debatte verabschiedeten sich die Projektverantwortlichen von den Teilnehmerinnen. Zwei intensive Abschlusstage, die Mut gemacht haben. Die Worte der Spoken-Word-Künstlerin, Jessy James Lafleur, die eigens für die Teilnehmerinnen einen Text schrieb und diesen am ersten Abend vorstellte, hallen noch in den Ohren: „Jede von uns wird gebraucht, um eine Welt zu erschaffen, die wir uns selbst aber vor allem den nachkommenden Generationen wünschen, egal wie schwer es ist.“

Das Projekt wurde gemeinsam mit folgenden Kooperationspartnerinnen durchgeführt:

Europa-Universität Viadrina

Universität Leipzig

Universitätsallianz Ruhr (Universität Duisburg-Essen, Ruhr-Universität Bochum, Technische Universität Dortmund)

sowie den Städten Bochum, Dortmund und Essen.

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