Umfrage: Mehr Frauen in Führungspositionen Regelungen besser kommunizieren

„Die neuen rechtlichen Verpflichtungen sind zu wenig bekannt und werden unzureichend kommuniziert“, so ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme. „Um die Akzeptanz des Gesetzes zu steigern, werden wir die Männer mitnehmen und verstärkt aufklären müssen. Am Ende profitieren alle von einer ausgewogenen Besetzung der Führungs- und Aufsichtsgremien.“ So haben verschiedene Untersuchungen gezeigt, dass Unternehmen ökonomisch von gemischten Teams profitieren und innovativer sind. „Wir brauchen eine Allianz von Unternehmen, die sich aktiv für die Umsetzung des Gesetzes stark machen und mit gutem Beispiel voran gehen“, sagt die Vorsitzende der EAF Berlin Dr. Helga Lukoschat.

Der Manager-Monitor-Umfrage zufolge kannten nur 48 Prozent der befragten Führungskräfte die Zielgrößen ihres Unternehmens. Dabei waren Frauen grundsätzlich besser informiert, nicht nur über die Zielgrößen, sondern auch über flankierende Maßnahmen etwa im Bereich der Personalentwicklung, Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Karriere oder Arbeitszeitflexibilisierung. Insgesamt bewerteten die weiblichen Führungskräfte das Quotengesetz besser als ihre männlichen Kollegen. Viele Männer fühlten sich beim Thema Chancengleichheit nicht angesprochen und reagierten mit Desinteresse.

Aus Sicht von ULA und EAF Berlin erlaubt die Umfrage noch keine Rückschlüsse auf die Auswirkungen des erst im letzten Jahr verabschiedeten Gesetzes. Daher sollte ein angemessener Zeitraum abgewartet werden. „Die Ergebnisse einer jüngst veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung unterstreichen jedenfalls, dass gesetzgeberischer Handlungsbedarf bestand“, betont Ludger Ramme. Ihr zufolge sei der Frauenanteil in Chefpositionen innerhalb der letzten zehn Jahre im Wesentlichen unverändert geblieben.

In Zukunft wird die ULA ihre Informations- und Aufklärungsaktivitäten weiter verstärken und für die Geschlechterquote werben. „Mehr Frauen nach oben. Dann wird es auch den Männern besser gehen“, ist sich ULA-Hauptgeschäftsführer Ramme sicher.

 

Weitere Informationen

Die vollständige Auswertung der Umfrage mit allen Grafiken finden Sie auf www.fki-online.de.

01.07.2016

Jubiläumstreffen EAF Berlin lädt die Helene Weber-Preisträgerinnen 2015 nach Berlin ein

Die EAF Berlin hat Kommunalpolitikerinnen aus ganz Deutschland am 25. Juni 2016 zu einem Jubiläumstreffen der Helene Weber-Preisträgerinnen nach Berlin eingeladen.

28.06.2016

Paritätsforen und Publikation Rechtliche und politische Handlungsansätze für Parität in der Politik

Das Helene Weber Kolleg und die EAF Berlin laden zu Paritäts-Foren auf Landes- und Bundesebene ein. Die EAF Berlin veröffentlichte dazu den Wegweiser „Parität in der Politik“, der relevante Daten, Fakten und Argumente bündelt.

17.06.2016

Careerbuilding: Programm Sign Up! Für Postdoktorandinnen der Max-Planck-Gesellschaft

Das Careerbuilding-Programm "Sign Up!" für Postdoktorandinnen der Max-Planck-Gesellschaft startete in die vierte Runde. 18 Nachwuchswissenschaftlerinnen konnten namhaften Expert/innen aus der Wissenschaft treffen.

13.06.2016

Publikation EAF Berlin veröffentlicht Flexship-Praxisleitfaden

Der Leitfaden „Flexibles Arbeiten in Führung“ zeigt den Umsetzungsstand flexibler Modelle in Deutschland und gibt Anregungen, wie Organisationen flexible Arbeitsmodelle für Führungskräfte erfolgreich einführen und nachhaltig unterstützen können.

08.06.2016

Fachkonferenz Diversity Kathrin Mahler Walther über Vielfalt und Inklusion

Auf der Konferenz „Diversity in Business, Institutions and Culture“ diskutierte Kathrin Mahler Walther u. a. über Chancen und Herausforderungen der Förderung von Vielfalt und Inklusion in Unternehmen.

02.06.2016

Erster KommunalCampus Helene Weber Kolleg möchte Frauen für Kommunalpolitik begeistern

Kommunalpolitikerinnen aus ganz Deutschland haben sich am 28. Mai im Bundesfrauenministerium in Berlin zum "KommunalCampus" getroffen. Bürgermeisterinnen, Landrätinnen und auch Preisträgerinnen waren angereist, um sich fachlich auszutauschen.