Kommunalpolitisches Empowerment-Programm Studentinnen diskutieren mit Gleichstellungsbeauftragten

Bei einem Begleitseminar am zweiten Dezemberwochenende konnten die Studentinnen Einblicke in die Vielfalt kommunalpolitischer Arbeit gewinnen.

Ein politischer Lesekreis für (junge) Frauen, ein Leitfaden für politisch interessierte Studentinnen oder ein Diskussionsabend zu den eigenen Privilegien: So vielfältig wie die Teilnehmenden des kommunalpolitischen Empowerment-Programms der EAF Berlin, so divers sind auch ihre eigens entwickelten Mikroprojektideen welche die Studentinnen bei einem Seminar im Rahmen des Programms am 10. und 11. Dezember 2021 in Berlin vorgestellt haben.

Das Begleitseminars des Empowerment-Programms des Helene Weber Kollegs brachte 27 ausgewählte politisch engagierte Studentinnen zusammen. Ziel des Seminars war es, den Teilnehmenden zu ermöglichen, sich über ihre kommunalpolitischen Mikroprojektideen auszutauschen, sich mit verschiedensten kommunalpolitischen Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen sowie einen direkten Blick in die gleichstellungspolitische Praxis zu werfen.

Dafür waren die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund, Katrin Kieseier, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Essen, Barbara Wolf, sowie die Mitarbeiterin des Referats für Gleichstellung, Familie und Inklusion der Stadt Bochum, Daniela Kolenda, eingeladen, die von ihrer aktiven gleichstellungspolitischen Arbeit vor Ort berichteten. In einer spannenden Diskussion wurde unter anderem darüber debattiert, ob auch männlich gelesene Personen Gleichstellungsbeauftragte werden können.

Im Austausch mit den Kommunalpolitikerinnen Beate Ehms (Die Linke, Fraktion im Stadtrat Leipzig), Julia Klewin (SPD, Fraktion im Rat der Stadt Essen), Christiane Moos (CDU, Fraktion im Rat der Stadt Essen), Corinna Kleinke (SPD, Unterbezirksvorstand Frankfurt (Oder)) sprachen die Teilnehmerinnen u.a. über die Chancen, die in der kommunalpolitischen Arbeit liegen. Darüber hinaus wurden auch Erfahrungen über Hürden und Schwierigkeiten bei lokalpolitischem Engagement geteilt.

Auch Vertreterinnen des Helene Weber Netzwerks nahmen an der Vorstellung der Projektideen teil. So standen beispielsweise die Sprecherin des Netzwerkes und Helene Weber-Preisträgerin aus 2009, Lisa Stremlau (SPD) und Lena Schwelling, ebenfalls Preisträgerin aus dem Jahr 2020, dem kommunalpolitischen Nachwuchs mit ihrer jahrelangen Erfahrung für Feedback zu ihren Mikroprojektideen zur Seite.

Das kommunalpolitische Empowerment-Programm für Studentinnen findet im Rahmen des Helene Weber Kollegs statt. Das Netzwerk des Helene Weber Kollegs ist ein deutschlandweiter Zusammenschluss von Kommunalpolitiker*innen, welche für ihre Leistungen mit dem Helene Weber Preis ausgezeichnet wurden. Die Preisträgerinnen verstehen sich als Botschafterinnen kommunalpolitisch aktiver Frauen und dienen Frauen, die einen Einstieg in die Kommunalpolitik planen, als Rollenvorbilder. Wesentliches Kennzeichen des Netzwerks ist die überparteiliche und länderübergreifende Zusammenarbeit. Das Netzwerk fördert die Weiterqualifikation der Mitglieder, dient der Vernetzung von kommunalpolitisch aktiver Frauen und dem Austausch von fachlichen Informationen.


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