Workshop für junge Frauen mit und ohne Fluchterfahrung Partizipation und Vielfalt in der Politik

Wie kann ich politisch aktiv werden? Wie können wir erreichen, dass Menschen in ihrer Vielfalt unsere Gesellschaft mitgestalten? Antworten auf diese Fragen fanden 35 junge Frauen mit und ohne Fluchterfahrung im EAF-Workshop „It's our Turn“.

Die IOT-Teilnehmerinnen Basak und Aurora mit Bundeskanzlerin Angela Merkel
Die IOT-Teilnehmerinnen Basak und Aurora mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

„Die Begegnungen, die im Rahmen des Workshops stattfinden tragen dazu bei, Perspektiven zu wechseln und die Lebensrealität der anderen zu begreifen“, sagt Andrea Krönke Expertin bei der EAF Berlin. Sie und das Team der EAF begleiteten die jungen Frauen zwischen 15 und 21 Jahren, von denen knapp die Hälfte eigene Fluchterfahrung oder einen Migrationshintergrund hat.

Das Besondere: Die Teilnehmerinnen erlebten den Workshop in Tandems bestehend aus einem Mädchen mit und einem Mädchen ohne Fluchthintergrund. „Die Mädchen ohne Fluchtgeschichte wurden für die Situation und Herausforderungen von geflüchteten Menschen sensibilisiert. Für die Mädchen mit Fluchtgeschichte hat der Workshop Einblicke in die Lebenswelten, Gedanken und Träume von Gleichaltrigen in Deutschland mitgebracht und Kontakte, die das Programm überdauern“, so Krönke weiter.

Junge Frauen für politische Partizipation zu sensibilisieren und zu motivieren, selbst aktiv zu werden ist Ziel des IOT-Workshops. Die Teilnehmerinnen lernten deshalb das politische Berlin in all seinen Facetten kennen. Auf dem Programm standen u. a. ein Activity Walk im Regierungsviertel, ein Besuch im ARD-Hauptstadtbüro und die Begleitung einer Bundestagsabgeordneten. „Durch den Workshop haben wir einen Eindruck vom Regierungsviertel und der Arbeit als MdB bekommen. Dank dieser Erfahrung fühlen wir uns auch deutlich mehr zum Beruf als Politikerin hingezogen“, sagen Basak und Aurora. Die beiden Teilnehmerinnen der ersten Workshop-Runde haben beim Shadowing im Deutschen Bundestag nicht nur der CDU-Abgeordneten Christina Schwarzer über die Schulter schauen durften sondern auch Angela Merkel getroffen: „Das war mit Abstand das Highlight des Tages“, sind sich die Mädchen einig.

Darüber hinaus hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, sich direkt mit engagierten Frauen und Männern über ihre Karriere- und Lebenswege auszutauschen – unter anderem bei einer Podiumsdiskussion mit Hakan Demir von der SPD Berlin Neukölln, Alice Grindhammer von Agora Rollberg und Teresa Bücker von Edition F. Bei einem Kaminabend trafen sie die Helene Weber Preisträgerinnen und Kommunalpolitikerinnen Alev Deniz und Aferdita Suka, die beide direkte Fluchterfahrung haben. Zudem standen ein Präsentations- und Diversity-Training auf der Agenda.

Die Workshop-Reihe wurde gefördert vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

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