Zum diesjährigen Sommerfest luden die EAF Berlin und ihr Förderverein ins bauliche Ensemble des Kolbe-Museums und den angrenzenden Museumsgarten ein.

Mit einer Führung durch die Ausstellung „Die 1. Generation – Bildhauerinnen der Berliner Moderne“ begann der Sommerabend. Die zehn in der Ausstellung repräsentierten Künstlerinnen – u.a. Käthe Kollwitz – gehören zur ersten Generation von freischaffenden Bildhauerinnen in Deutschland, die in der Kunstkritik Anerkennung fanden und die von ihrer Kunst leben konnten. Mit welchen Vorurteilen und tradierten Rollenbildern hatten die Künstlerinnen zu kämpfen?

Im Museumsgarten kamen die Gäste und Freund*innen der EAF Berlin zusammen, um einen Ausblick auf ein ereignisreiches Jahr zu wagen: 100 Jahre Frauenwahlrecht, internationale Projekte und Wirtschaftsprojekte im Themenfeld Neues Arbeiten und agiles Führen. Außerdem wurde Friederike Samel als langjähriges Fördervereinsvorstandsmitglied verabschiedet und die Rechtsanwältin Anja Mühlan als neue Vorständin begrüßt.

Ein Highlight des Sommerfestes war die Dinner Speech von Kathrin Mahler Walther. Die EAF Geschäftsführerin war von der Europäischen Bürgerinitiative "Pulse of Europe" zu einer Rede in der Frankfurter Paulskriche eingeladen worden. Teile ihrer Rede präsentierte sie den Sommerfestgästen und rief zu mehr Mut für ein gemeinsames Europa auf. 

 

Im Gespräch mit (v.r.n.l.): Leonie Beckmann, Hanna Lutz und Stephanie Frost
Im Gespräch mit (v.r.n.l.): Leonie Beckmann, Hanna Lutz und Stephanie Frost

Auch 2018 sieht sich der Förderverein der EAF in der Gründer-Metropole Berlin um und knüpft an die Gesprächsreihe mit Berliner Startups aus dem vergangenen Jahr an. Im März luden die EAF Berlin und ihr Förderverein zwei Startups ein, die sich gesellschafts- und umweltpolitisch wichtige Ziele gesetzt haben.

Hanna Lutz und Stephanie Frost stellten das von ihnen gegründete Sozialunternehmen Vostel vor. Vostel ist eine zweisprachige Online-Plattform, auf der kurzfristige Einsatzmöglichkeiten in sozialen, kulturellen und ökologischen Projekten gebündelt sind, für die man sich ohne bürokratischen Aufwand anmelden kann. Die beiden Gründerinnen haben seit September 2014 bereits mehr als 300 Volunteers aus über 50 Ländern in lokale NGOs und ihre eigenen Projekte vermittelt.

Leonie Beckmann setzt sich zum Ziel, die Wertschätzung für Lebensmittel wieder zu steigern. Sie hat den von ihr mitgegründeten Verein und das Restaurant „Restlos Glücklich“ vorgestellt, das im Jahr 2016 den Social Award des Gastro-Gründerpreises gewann. Im Restaurant werden Menus serviert, die „restlos“ aus ausgesonderten Lebensmitteln gekocht werden. Derzeit serviert der Verein die Menus im Café MadaMe am Mehringplatz. Der Clubabend diente nicht nur dazu, alles rund um die Gründung des Vereins „Restlos Glücklich“ zu erfahren, sondern die Teilnehmerinnen konnten sich selbst davon überzeugen, wie köstlich die „restlose Küche“ ist.

Neben geschmackvollem Essen und authentischen Vorträgen bot der Clubabend in lockerem Ambiente Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken.