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Stimmen der Teilnehmerinnen

"Vor allem das Shadowing war für mich eine Chance, Führung praktisch und angewandt zu erleben – und zwar losgelöst vom eigenen Berufsfeld. Spannend war dabei zum einen der Blick hinter die Kulissen einer völlig anderen Berufswelt. Zum anderen habe ich dabei erkannt, dass Führung ein Handwerk ist, das keinen branchenspezifischen Merkmalen unterliegt. Mir ist auch bewusst geworden, wie entscheidend die Arbeitsatmosphäre von der Führungskraft geprägt und beeinflusst wird. Diese Erkenntnis halte ich zur eignen Vorbereitung auf eine Führungsrolle für wesentlich."

Dorothee Jungeblodt,
Assistentin der Geschäftsführung, IDEAL-Werk C.+E. Jungeblodt GmbH & Co KG, Lippstadt,
Mentee im Programm „Mentoring Soroptimist“ 2003/2004

Praxisbeispiele

Advancing Women: Mentoring-Programm für den weiblichen Führungsnachwuchs

Gemeinsam mit der Deutschen Union von Soroptimist International führt die EAF seit 2003 ein berufsbegleitendes Mentoring-Programm durch. Das Programm richtet sich an Frauen mit drei- bis fünfjähriger Berufserfahrung und hat zum Ziel, sie in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung zu unterstützen und ihre Bereitschaft zu stärken, gesellschaftliche und soziale Verantwortung zu übernehmen. Das erfolgreiche Programm wird 2012/2013 bereits zum sechsten Mal durchgeführt - in diesem Durchgang bereits zum zweiten Mal auf europäischer Ebene gemeinsam mit den SI Unionen Schweden, Belgien und Luxemburg.

Weitere Informationen zum Mentoring-Programm von Soroptimist International und EAF

 

Qualitäten entdecken und fördern: Mentoring in der Wirtschaft

Das Programm wurde 2005 von der EAF für die deutsche BP entwickelt und dabei auf die spezifischen Bedarfe des Unternehmens ausgerichtet. Qualitäten entdecken und fördern zielte darauf ab, weibliche Nachwuchskräfte mit Führungspotenzial zu fördern und sie auf Führungsaufgaben vorzubereiten. Langfristig sollte es auch zu einer Sensibilisierung für Genderthemen im Unternehmen beitragen.

Das Programm kombinierte Mentoring mit begleitenden Workshops, Trainings und Veranstaltungen. Es ermöglichte den Teilnehmerinnen einerseits einen Einblick in die Tätigkeitsfelder und Aufgaben einer erfahrenen Führungskraft und andererseits den intensiven Austausch mit anderen weiblichen Nachwuchskräften. Wie die Ergebnisse der begleitenden Evaluation zeigten, ist das Programm sehr erfolgreich verlaufen: Es wirkte sich positiv auf die Karriereplanung der Teilnehmerinnen aus. Ihr Wille, Führungsverantwortung zu übernehmen, ist gestiegen. Gleichzeitig ist unter den Mentees ein starkes Netzwerk gewachsen.

 

Women for Public Leadership 

Das mehrmonatige Training-Internship-Mentoring-Programm richtete sich an junge Frauen mit politischem Interesse und Engagement. Es vermittelte Praxiseinblicke, hochrangige Kontakte und politisches Know-how aus erster Hand. Dabei verfolgte das Programm eine zweifache Zielsetzung: Zum einen sollten qualifizierte und politisch ambitionierte junge Frauen beim Einstieg in die Politik unterstützt werden. Zum anderen zielte es darauf ab, Entscheidungsträger aus Parteien, Fraktionen, politischen Institutionen und Verbänden für gleichstellungspolitische Erfordernisse zu sensibilisieren, den Austausch über sinnvolle Instrumente und Methoden der Nachwuchsförderung zu verbessern und ihre nachhaltige Implementierung anzuregen.

Women for Public Leadership – Starthilfen für den weiblichen Führungsnachwuchs in der Politik wurde erstmals im Rahmen des durch die Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Modellprojekts "Politikerinnen-Kolleg an der EAF" im Sommer 2002 durchgeführt. In 2004 konnte das erfolgreiche Programm ein weiteres Mal durchgeführt werden.

 

Career-Building für Frauen in der Wissenschaft

Für das Forschungszentrum Jülich (FZJ) entwickelte die EAF ein Careerbuilding-Programm mit dem Ziel, Gender-Dimensionen im Prozess der Gewinnung, Bindung und Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu verankern und damit zur Sicherung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Forschungseinrichtung beizutragen. Das Programm kombinierte Coaching, Training und Mentoring und wurde von der EAF zwischen 2000 und 2002 für das FZJ umgesetzt.

Das Careerbuilding-Programm wurde in zwei aufeinander aufbauende Teilprogramme gegliedert: An das Coaching-Training-Programm im ersten Teil schloss sich ein mehrmonatiges Mentoring-Programm an. Als Mentorinnen und Mentoren wurden externe, hochkarätige Führungspersönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft eingesetzt, die als Vorbild und Berater fungierten und den Frauen den Zugang zu karriererelevanten Netzwerken eröffneten und erleichterten.

 

Mit Mentoring in Führung gehen!

Karriereförderung für den weiblichen Führungsnachwuchs in der Berliner Verwaltung

Für die Berliner Verwaltung entwickelte die EAF in Zusammenarbeit mit dem Institut für Verwaltungsmanagement an der Verwaltungsakademie Berlin ein zielgruppenspezifisches Mentoring-Programm, um der gravierenden Unterrepräsentanz von Frauen in Leitungspositionen des höheren Dienstes entgegenzutreten. Dabei wurden gleichstellungspolitische Ziele mit Strategien der Qualitätssteigerung und Leistungsverbesserung verbunden. Das Programm wurde in 2003 erstmalig durchgeführt und aufgrund des großen Erfolgs in 2005 wiederholt.