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Kinder und Karrieren: Die neuen Paare. Doppelkarrierepaare mit Kindern in Deutschland.
Neue Wege. Porträts von Männern im Aufbruch.
Work-Life-Balance für Führungskräfte. Eine Studie der EAF, erschienen in PERSONAL 07/2008.
Gender als Innovationspotenzial in Forschung und Entwicklung.
BETWEEN SCIENCE AND FICTION - SOCIETY AND GENDER 2030

Podium mit Lorraine Daston, Elisabeth Schweeger, Helga Lukoschat, Bascha Mika und Barbara Bludau.

Vortrag der Stanford-Professorin Londa Schiebinger
Einen Höhepunkt der Konferenz bildete der Beitrag der Stanford-Professorin Londa Schiebinger über die Bedeutung von Gender- und Diversity für die Innovation in Technologie, Medizin und Naturwissenschaft.
Unter dem Stichwort Demografie skizzierte Harald Wilkoszewski, dass die sozialstaatlichen Verteilungskonflikte zunehmen werden. Spannender Befund der aktuellen Studie des Wissenschaftlers vom Rostocker Max-Planck-Institut zur Erforschung demografischer Fragen: hinsichtlich der Förderung von Familien und der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie klafft sowohl zwischen der älteren und der jüngeren Generation eine Lücke als auch zwischen Frauen und Männern. Frauen sind generell mehr dazu bereit, zugunsten künftiger Generationen auf eigene Vorteile zu verzichten. Aber vor allem junge Frauen sind in den Parlamenten und Entscheidungsgremien unterrepräsentiert.
Karin Jurczyk, Abteilungsleiterin am Deutschen Jugendinstitut München, legte eindrucksvoll dar, wie sich die „Entgrenzung“ der Arbeitswelt auf das Zusammenleben der Generationen auswirken wird. Angesichts der zunehmenden Belastungen von berufstätigen Eltern prognostizierte sie eine „Sorgelücke“, die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen stellen wird.
Astrid Szebel-Habich, Professorin an der Hochschule Aschaffenburg, legte dar, dass die künftige Arbeitswelt sowohl „weiblicher“ als auch „qualifizierter“ werden wird und sah hier Chancen von Frauen in Führungspositionen aufzusteigen.
Ein weiterer Aspekt der Konferenz galt der Integrationsfähigkeit demokratischer Gesellschaften. Karin Schönwälder vom Göttinger Max-Planck-Institut plädierte vor allem dafür, die politische und gesellschaftlich Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern. Vor allem junge Frauen können von Partizipation und Integration profitieren und ihrerseits wichtige Potenziale einbringen.
Auf dem abschließenden Podiumsgespräch kommentierten die Journalistin und Publizistin Bascha Mika, die Kulturwissenschaftlerin und Intendantin der Festspiele Herrenhausen Elisabeth Schweeger und Lorraine Daston, Wissenschaftshistorikerin am Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte intelligent und spritzig die Ergebnisse der Konferenz und machten ihrerseits Handlungsvorschläge.