02.01.2009

Kooperation mit Deutsche Telekom Laboratories gestartet

 

Im Rahmen des Projekts „Gender und Diversity in Innovationsprozessen“ startet in Kooperation mit den Deutsche Telekom Laboratories im Januar 2009 das 12-monatige Teilprojekt „Womens behavior towards mobile communication“. Ziel des Projekts ist es, durch zielgruppenspezifische Marktforschung die Nutzungsbedürfnisse von Frauen bezüglich mobiler Kommunikation zu erforschen und daraus Innovationen für Handy-Hardware, -Zubehör und Mobile Services zu entwickeln. Hierzu werden u.a. Ideenwerkstätten mit unterschiedlichen Kundinnen- und Kundengruppen durchgeführt. Der erste Workshop startet am 27.Januar mit Schülerinnen aus Berlin und Umgebung.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, des gesellschaftlichen Rollenwandels und der wachsenden Erwerbstätigkeit von Frauen untersucht die EAF mit dem  Forschungsprojekt „Gender und Diversity in Innovationsprozessen“ die Relevanz von Gender und Diversity in der industriellen Forschung und Entwicklung (F&E) und im Innovationsmanagement.Ziel des Forschungsprojekts ist es, durch die Anwendung neuester Erkenntnisse der Genderforschung und des Innovations- und Diversity-Managements die beteiligten Unternehmen dabei zu unterstützen, Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.

Das Projekt will erforschen, wie durch die Berücksichtigung von Gender- und Diversity-Aspekten in Forschungsteams innovative Ideen entwickelt und neue Nutzungskontexte erschlossen werden können. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem direkten Austausch und der Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträger/innen in den F&E- und Innovationsabteilungen der Unternehmen. Das Projekt will auf diese Weise den Wandel hin zu mehr Inklusion und Vielfalt in industrieller Forschung in Deutschland unterstützen. Bisherige Kooperationspartner sind die Daimler AG, die Porsche AG, die Aesculap AG und die Deutsche Telekom AG.

Dabei sind insbesondere folgende Fragestellungen von Interesse:

  1. Welche neuen Kundenbedürfnisse entstehen durch gesellschaftliche Veränderungen wie den Wandel der Geschlechterrollen und die wachsenden Individualisierung?
  2. Wie können durch den Einbezug von Gender- und Diversity-Aspekten Kundenbedürfnisse besser erfasst werden und mit welchen Methoden kann die industrielle Forschung und Entwicklung dabei unterstützt werden?
  3. Mit welchen Erfahrungen und Praktiken begegnen F&E und Innovationsmanagement in Unternehmen dem Markttrend Gender und Diversity.

Das Forschungsprojekt ruht auf zwei Säulen: den Innovationsprojekten und den Organisationsanalysen. Ziel der Innovationsprojekte ist es, Gender- und Diversity Aspekte in Innovationsprozessen aufzudecken, zu bewerten und in marktgerechte Produkte und Dienstleistungen zu integrieren. Gegenstand der Organisationsanalyse ist die gendersensible Analyse der Organisationskulturen und –strukturen und der damit einhergehenden Personalpraktiken der beteiligten Unternehmen.

Das Projekt wird von der EAF in Kooperation mit sechs großen Unternehmen durchgeführt. Bisherige Kooperationspartner sind die Daimler AG, die Porsche AG, die Deutsche Telekom AG und die Aesculap AG. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Europäischen Union und dem Europäischen Sozialfond (ESF).