Gleichberechtigung in der Politik Parlamentarisches Frühstück zum Internationalen Frauentag

Am 8. März 2017 lud die EAF Berlin zu einem Austausch über Gleichberechtigung in der Politik ein. Mit Bundestagsabgeordneten und Helene Weber-Preistägerinnen sprach sie über Strategien und Lösungsansätze für mehr Frauen in den Parlamenten.

Notburga Kunert, Sprecherin des Netzwerkes der Helene Weber Preisträgerinnen, beim Parlamentarischen Frühstück am 8. März 2017 im Bundestag
Notburga Kunert, Sprecherin des Netzwerkes der Helene Weber Preisträgerinnen, beim Parlamentarischen Frühstück am 8. März 2017 im Bundestag

Der Frauenanteil in den Parlamenten stagniert – und das seit Anfang der 1990er Jahre: Knapp 37 Prozent der Mitglieder im Deutschen Bundestag sind Frauen. Auf der Landesebene liegt der Frauenanteil bei knapp einem Drittel. Und in den Stadt- und Gemeinderäten sind Frauen nicht einmal mit 25 Prozent vertreten. „Das zu ändern, ist Ziel des Helene Weber Kollegs“, sagt Notburga Kunert die Sprecherin des parteiübergreifenden bundesweiten Netzwerkes für Frauen in der Politik. Gemeinsam mit weiteren Helene Weber Preisträgerinnen – darunter Lisa Badum, Dr. Julia Frank, Nazan Kapan und Dr. Pierrette Herzberger-Fofana – stellte sie die Arbeit des Kollegs im Rahmen des parlamentarischen Frühstücks „Gleichberechtigung in der Politik“ am 8. März in Berlin vor.

Der Einladung von Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der EAF Berlin folgten mehr als 20 Bundestagsabgeordnete – mit dabei waren u.a. die familien- und frauenpolitischen Sprecher*innen der vier Bundestagsfraktionen Marcus Weinberg (CDU), Ulle Schauws (B90/Grüne), Cornelia Möhring (Die Linke) und Sönke Rix (SPD).  Die Teilnehmenden waren sich einig: Frauen müssen stärker als bisher für das Engagement in Parteien und Parlamenten gewonnen werden. Strategien und Lösungsansätze dafür stellte Dr. Helga Lukoschat von der EAF Berlin vor. Sie betonte: „Demokratie braucht Männer und Frauen. Eine paritätische Besetzung der Wahllisten, wie sie u.a. in Frankreich, aber auch in Tunesien praktiziert wird, ist ein sehr effektives Instrument um die Repräsentation von Frauen in der Politik zu sichern. Das gilt im besonderen Maße für die Basis der Demokratie, die Kommunalpolitik.“

Im Wahljahr 2017 wird die EAF Berlin den politischen Dialog weiter fortführen. Gemeinsam mit dem BMFSFJ lädt sie am 17. Mai zum Bundesforum »MACHT zu gleichen TEILEN - Demokratie braucht Parität« nach Berlin ein. Hier werden mit Politiker*innen aus Bund und Ländern sowie zahlreichen Expert*innen Strategien und Wege zu Parität und mehr Vielfalt in den Parlamenten diskutiert.

 

Mehr zum Thema:

Helene Weber Kolleg: Das parteiübergreifende Netzwerk engagiert sich für mehr Frauen in der Politik und stärkt kommunalpolitisch aktive Frauen.

Wegweiser "Parität in der Politik": Der Wegweiser bietet einen umfassenden Überblick zum Thema Frauen in der Politik und liefert weitreichende Strategieempfehlungen und Argumentationshilfen auf dem Weg zu gesetzlichen Regelungen für eine gleichberechtigte politische Teilhabe.

Impressionen unseres Parlamentarischen Frühstücks
Fotos: EAF Berlin

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