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Demokratie braucht Frauen

Drei Jahre nach dem Ausbruch der arabischen Revolutionen setzt die neu verabschiedete tunesische Verfassung einen Meilenstein für Frauen- und Menschenrechte: Art. 21 und 46 schreiben nicht nur die Gleichheit der Geschlechter vor dem Gesetz fest, sondern ebenso die paritätische Besetzung gewählter Vertretungen. Das ist ein wichtiges Zeichen: Nur mit gleichberechtigter Teilhabe und der Sicherung von Frauenrechten wird die Demokratisierung gelingen – Demokratie braucht Frauen!

Das gleichnamige Projekt im Rahmen der deutsch-tunesischen Transformationspartnerschaft wird von der EAF in Kooperation mit dem Bundesfamilienministerium und dem Auswärtigen Amt  durchgeführt.

Die Ziele des Projektes sind:

  • Empowerment: Unterstützung und Qualifizierung potenzieller Kandidatinnen für die anstehenden nationalen, regionalen und kommunalen Wahlen.
  • Austausch: Förderung des Erfahrungs- und Wissensaustauschs von politisch engagierten Frauen im Rahmen eines Mentoring-Konzeptes.
  • Vernetzung: Verbreitung guter Praktiken zur Förderung der politischen Partizipation von Frauen insbesondere auf lokaler Ebene.

Das Projekt „Demokratie braucht Frauen“ startete im November 2012. In der zweiten Projektphase werden von Mai bis Dezember 2014 in den Fokuskommunen Sousse, El Kef und Sfax in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen folgende Aktionen durchgeführt:

  • Regionale Kandidatinnenvorbereitung: In themenspezifischen Trainings werden politisch und zivilgesellschaftlich engagierte Frauen parteiübergreifend auf eine Kandidatur in den nationalen, regionalen oder kommunalen Wahlen vorbereitet.
  • Bildung von Mentoring-Support-Gruppen: Die Kandidatinnen werden von einer Gruppe aus in Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik erfahrenen tunesischen Mentorinnen begleitet. Jeder Support-Gruppe gehört eine deutsche „Regionalpatin“ an.
  • Nationale Abschlussveranstaltung: Im Rahmen der nationalen Abschlussveranstaltung präsentieren delegierte Kandidatinnen aus den Regionen gemeinsam mit der Mentorinnen-Support-Gruppe die Erfahrungen und Erfolge des Projekts und erarbeiten eine Charta für mehr Frauen in der Politik.