Zum alljährlichen Nikolausempfang der EAF und ihres Fördervereins begrüßte uns die Unternehmerin Katrin Rohnstock in ihren Räumen und vermittelte einen kurzen Einblick in die Geschichte von Rohnstock Biografien. In den 90er Jahren wurde Katrin Rohnstock als Herausgeberin der Buchreiche „Ost-westlicher Diwan“ bekannt, welche das Alltagsleben in Ost und West zum Gegenstand hat.

Als Festrednerin sprach anschließend:

Anke Domscheit-Berg
Karriere im vereinten Deutschland. Erfolgsstrategien für Frauen in Führung.

Anke Domscheit-Berg ist Director Government Relations bei der Microsoft Deutschland GmbH und Aufsichtsrätin von Teachfirst Deutschland. Als IT-Strategieberaterin bei McKinsey&Company war sie auch Projektleiterin der Studie „A Wake Up Call for Female Leadership in Europe“. Seit vielen Jahren trainiert sie Managerinnen auf dem Weg nach oben, u.a. im Rahmen des Cross-Mentoring-Programms der Deutschen Wirtschaft. 2010 wurde sie für Ihr Engagement vom Land Berlin mit dem Berliner Frauenpreis ausgezeichnet.
Anke Domscheit-Berg wurde 1968 in Brandenburg geboren. 1989 studierte sie Textilkunst im Erzgebirge, nach dem Fall der Mauer folgte der Master of European Business Administration. Als Ostdeutsche war sie irritiert von den Barrieren, auf die sie als beruflich ambitionierte Frau und Mutter im vereinten Deutschland traf.

Im 20. Jahr der deutschen Einheit berichtete Anke Domscheidt im Rahmen des Nikolausempfangs von ihren persönlichen Erfahrungen und Erfolgsstrategien.

Die Vorsitzende des Bundestagsausschusses Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Sibylle Laurischk sprach beim vergangenen Clubabend zu den Herausforderungen und Perspektiven der Gleichstellungs- und Familienpolitik in Deutschland.

Sibylle Laurischk, MdB, kommt aus Offenburg, und ist bereits seit 2002 Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Sie war bis 2008 die Bundesvorsitzende der Liberalen Frauen und ist unter anderem auch Mitglied im Frauenhausverein Offenburg. Als Rechtsanwältin arbeitet sie seit 1983 mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Familien- und Erbrecht. 

Small Talk ist – anders als der Begriff es suggeriert – eine hohe Kunst!

Da ist „frau“ nun zu einem Empfang eingeladen – und steht doch unbehaglich herum. Wie spreche ich die Frau da drüben an, über welches Thema könnte ich mit dem Herrn, der Dame am Stehtisch reden? Viele Menschen finden es (zumindest manchmal) schwierig, auf Fremde zuzugehen und ein lockeres Gespräch mit ihnen zu führen. Und selbst wenn es mit dem Smalltalk klappt, gibt es immer noch das Problem: Wie werde ich meine Gesprächspartner(in) wieder los, ohne unhöflich zu wirken?

Die Trainerin Pia von den Hoff führte die Teilnehmerinnen in die Kunst des Small Talks ein. Wie auf einem echten Empfang oder einer Party gab es dazu Fingerfood und andere Kleinigkeiten! Der Kaminabend fand in lockerer Atmosphäre statt und es wurde mit viel Spaß für den "Ernstfall" trainiert.

Regine Sylvester las am 16. Juni 2010 aus ihren unterhaltsamen und klugen Essays über die kleinen und großen Fragen im Leben von Frauen. 

Regine Sylvester ist freie Journalistin und Autorin, u.a. Kolumnistin für Brigitte woman. Bis 2009 war sie 14 Jahre Leitende Redakteurin der Berliner Zeitung. 

Sie studierte von 1965 bis 1970 Theaterwissenschaften und wurde Assistentin an der Filmhochschule Babelsberg. Nach einer kurzen Anstellung 1981-82 an der Akademie der Künste in Berlin arbeitete sie als freie Journalistin und Autorin für Film und Fernsehen. 1992 wurde sie stellvertretende Chefredakteurin der Zeitung Wochenpost, 1995 übernahm sie die Leitung des Berliner Büros vom Stern. 1996 wechselte sie zur Berliner Zeitung und arbeitete zusätzlich als Autorin für ARD und ZDF. Regine Sylvester hat Bücher veröffentlicht sowie Texte für Filme und Hörspiele geschrieben. Sie ist Trägerin des Theodor-Wolff-Preises.

Das Sommerfest von EAF und Förderverein fand in der Bremer Landesvertretung statt.

Mit dem renommierten Gabriele Münter Preis werden herausragende Bildende Künstlerinnen über 40 Jahre ausgezeichnet. Ziel ist es, der deutlichen Unterrepräsentanz von Frauen in dieser Altersgruppe bei hochdotierten Preisen entgegenzuwirken. Ausgelobt wird der Preis vom BMFSFJ in Zusammenarbeit mit Kunstverbänden und dem Frauenmuseum in Bonn. Namensgeberin ist Gabriele Münter (1877–1962), eine bedeutende Künstlerin der Klassischen Moderne.

Die Kunsthistorikerin Ulrike Mond führte durch die Ausstellung im Martin Gropius Bau und stellte die Arbeiten der diesjährigen Preisträgerin, Christiane Möbius, und weiterer 39 ausgewählter Künstlerinnen aus dem Wettbewerb vor

Gabriele Schöttler, Bezirksbürgermeisterin von Berlin Treptow-Köpenick, und Dorothea Maisch, stv. Bürgermeisterin von Gaggenau (Baden-Württemberg), waren als Podiumsteilnehmerinnen Ehrengäste dieses Abends.

Helga Lukoschat und Uta Kletzing, die Autorinnen der aktuellen Studie "Engagiert vor Ort - Einstiegswege und Erfahrungen von Frauen in der Kommunalpolitik", diskutierten mit den beiden Politikerinnen die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Untersuchung. Dabei standen insbesondere die Strategien zur erfolgreichen Gewinnung von Frauen für ein kommunalpolitisches Engagement im Mittelpunkt des Gesprächs.

Im Zentrum des Kaminabends stand das Konzept der Erfolgs- oder Powerteams, mit dem sich der Förderverein bereits vor über zwei Jahren beschäftigte. Erfolgsteams sind Gruppen von vier bis sechs Mitgliedern aus unterschiedlichen beruflichen Kontexten, die sich in drei- bis vierwöchigem Abstand treffen, um sich in strukturierter Form gegenseitig in ihren Zielen zu unterstützen.

Einige Beteiligte der Erfolgsteams, die vor zwei Jahren gegründet wurden, stellten das Konzept live in einer modellhaften Performance vor. Anschließend gab es die Gelegenheit, die Idee weiter zu diskutieren und weitere Erfolgsteams zu gründen. Die fachliche und konzeptionelle Gestaltung des Abends lag bei den Mitglieder des Fördervereins Ulrike Wahl und Kerstin Hacker.