Die EAF Berlin und ihr Förderverein luden zum traditionellen Nikolausempfang zu einer exklusiven Führung in den Bendlerblock ein – Berliner Dienstsitz des Bundesministeriums der Verteidigung und einer der wichtigsten Orte der jüngeren deutschen Geschichte. Von hier aus versuchte Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 vergeblich, den Sturz des NS-Unrechtregimes herbeizuführen.

Nach der Besichtigung des Hauses empfing Staatssekretär Gerd Hoofe den Förderverein und seine Gäste im Stauffenbergsaal. Die Teilnehmer*innen erhielten Einblicke in die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie Informationen aus erster Hand über die Organisation und Arbeitsweise des Ministeriums. Darüber hinaus sprach die Leiterin des Stabselements „Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion“, Oberstarzt Dr. Lale Bartoschek, über Karrieren und Perspektiven für Frauen in der Bundeswehr.

Ihr Anteil liegt aktuell bei 20 Prozent, bei den Streitkräften sind es 11,8 Prozent. Die ersten weiblichen Sanitäts-Offiziere traten bereits im Jahr 1975 ihren Dienst an – sie waren zu Fünft und kamen als Quereinsteigerinnen. Die Laufbahn für Frauen im Sanitäts- und Militärmusikdienst wurde erst im Jahr 1989 geöffnet. Seit 2001 sind in Deutschland alle Laufbahnen der Bundeswehr uneingeschränkt für Frauen geöffnet. Führungspostionen bekleiden bislang nur wenige Frauen im Sanitätsdienst. Die erste Frau General oder Admiral außerhalb dieses Dienstes erwartet die Bundeswehr im Jahr 2027, so eine Hochrechnung.

Ein Streiflicht warf Dr. Lale Bartoschek auch auf Beschäftigte mit Migrationshintergrund bei der Deutschen Bundeswehr – ihr Anteil liegt derzeit bei 14,4 Prozent. In den kommenden Jahren soll er weiter steigen. „Die Deutsche Bundeswehr begreift Vielfalt als Chance“, so Dr. Lale Bartoschek abschließend.

Zum Networking und Ausklang des Abends lud der Förderverein seine Gäste ins nahegelegene Restaurant „Alte Pumpe“ ein.